24 detaillierte Schritte für deine perfekte Reiseplanung mit Herz und Hirn

Es ist mal wieder soweit. Ich habe ein Reiseziel und nun gilt es, mich um die Formalitäten zu kümmern. Gar nicht so einfach, bei einer bald vierköpfigen Reisefamilie.

Doch ich habe inzwischen ein System entwickelt, das mir in 24 kleinen, machbaren Schritten bei der Planung hilft. Das erspart mir die Überforderung, das Chaos und die Hektik, die viele oft mit der Reiseplanung verbinden.

Außerdem besteht es zur Hälfte aus der Vorbereitung fürs Herz. So bin ich nicht nur rechtzeitig mit allen bürokratischen Formalitäten fertig. Sondern ich komme auch achtsam, entspannt und voller Vorfreude im Reiseland an. Ich mache mir meine Erwartungen und Vorurteile bewusst und bin dementsprechend offen für alle Eindrücke und Erfahrungen.

Das System heißt VorFreudeBereitung. Es besteht aus 24 Einheiten, die entweder per Email oder in einem Mitgliederbereich zugänglich sind. Und während die Crowdfunding-Kampagne für unsere Japan-Reise läuft, hast du die Chance, es zu einem speziellen Kampagnen-Preis zu bekommen.

Hier sind die 24 Schritte für meine VorFreudeBereitung:

1. Die ganz großen Erwartungen.

Als Erstes nehme ich ein weißes Blatt Papier und schreibe mal alles auf, was mir bei dem Gedanken an mein Reiseland in den Sinn kommt. Ohne Einschränkungen, ohne Richtig oder Falsch. Und vor allem, ohne vorherige Recherche. Das hilft mir, meine Vorurteile zu erörtern und später meine Gedankengänge nachzuverfolgen.

2. Sparen.

Recht schnell beginne ich dann mit dem Sparen. Ich habe dazu eine eigene Strategie entwickelt, die es bald als Buch gibt, das im Rahmen der Crowdfunding-Kampagne entsteht. So komme ich an mehr Geld für die Reise. Ein zu kleines Budget ist bei mir schon lange keine Entschuldigung mehr, nicht zu reisen.

3. Überblick über Einreisebestimmungen.

Ich verschaffe mir rechtzeitig einen Überblick darüber, wie ich an ein Visum komme und welche Impfungen ich eventuell brauche. Wenn es dann soweit ist, habe ich alle benötigten Unterlagen beisammen und kann meine Impftermine stressfrei planen.

4. Sprache und Rassismus.

VorFreudeBereitung deckt nicht nur das Bürokratische ab, sondern ich eigne mir damit auch eine gewisse offene Einstellung der anderen Kultur gegenüber an. Im vierten Schritt rufe ich mir die Macht der Sprache ins Gedächtnis und hinterfrage die Vorurteile, die über mein Reiseland kursieren.

5. Musik, Bücher, Filme

Um mich richtig auf mein Reiseland einzustellen, lese ich nun Bücher und schaue mir Filme an von Autor*innen und Regisseur*innen aus meinem Reiseland. Außerdem recherchiere ich, welche Musik dort gehört wird und höre vielleicht mal in eine Radiostation rein.

6. Fotos

Ein Bild sagt mehr… Bei der Google Bildersuche gebe ich mein Reiseziel ein und überlege mir, was die Ergebnisse repräsentieren. Das sagt so einiges über die Vorurteile und Meinungen, die über das Land herrschen.

7. Flug buchen

Als erstes verschaffe ich mir einen Überblick. Ich verfolge Schnäppchenseiten und den Preisalarm. Dann kann ich im richtigen Moment den günstigsten Flug buchen. Meine genaue Strategie findest du hier.

8. Exotisch und wild.

Ich mache mir Gedanken, was an meinem Reiseland besonders exotisch und extrem erscheint, und woher dieser Eindruck kommt. Dann suche ich nach anderen Impressionen, um solche oft wertenden Einstellungen abzumildern.

9. Berichten.

Ich überlege mir, ob und wie ich von meiner Reise berichten möchte. Wie viel davon kommt auf den Blog? Was will ich auf Instagram zeigen, was auf Facebook? Mit diesem Quiz findest du heraus, welches Format am Besten zu deiner Reise passt.

Außerdem lese ich die Tipps aus der kostenlosen Broschüre „Mit kolonialen Grüßen“, um mich an meine Verantwortung bei meinen Reiseberichten zu erinnern.

10. Authentisch.

Ich gehe meine Erwartungen und Vorurteile nochmal durch und schaue, wie sie sich inzwischen verändert haben. Außerdem sammle ich Grauzonen, Abweichungen und Zwischentöne, die der komplexen Realität ein bisschen gerechter werden.

11. Unterkunft

Meistens übernachte ich bei Freunden oder Bekannten. Aber manchmal muss ich mich doch um Unterkünfte kümmern. Dazu nutze ich dann AirBnB oder Couchsurfing.

12. Missstände und Defizite.

Es ist einfach, sich darauf zu konzentrieren, was nicht funktioniert in meinem Reiseland, und was fehlt. Die Medien bieten genügend Futter dafür. Ich suche stattdessen nach dem, was das Reiseland wirklich zu bieten hat und was es kann. Und ich überlege mir, wie viel Expertenwissen ich wirklich besitze, um Wertungen vorzunehmen.

13. Wirtschaft, Politik, Geschichte

Eine Woche lang nehme ich mir Zeit für die Recherche über diese Themen. Damit erforsche ich globale Zusammenhänge und bin offen für überraschende Erkenntnisse.

14. „Entwicklungshilfe“

Da ich oft in Gegenden des globalen Südens unterwegs bin, komme ich nicht umhin, mir Gedanken über deren Bedürftigkeit zu machen. Ich hinterfrage meinen eigenen „Expertenstatus“ und mache mir noch mal meine eigentlichen Beweggründe für die Reise deutlich.

15. Visum, Impfen, Pass.

Dann ist es Zeit, sich wirklich und praktisch um Impfungen, Pass und Visa zu kümmern. Alle nötigen Dokumente liegen ja schon bereit.

16. Arm aber glücklich?

Ich mache mir Gedanken zu dem allgemeinen Vorurteil, die Menschen seien arm, aber glücklich. Ich gehe nochmal die globalen Zusammenhänge durch, in die mein Reiseland eingebunden ist und beschäftige mich mit den Gründen für Armut und meinem möglichen Umgang damit.

17. Sprache lernen.

Ich lege mir ein paar konkrete Wörter und Sätze in der Landessprache zurecht und übe sie.

18. Besserwisser!

Ich überlege mir, was ich für wichtig halte und nehme es als meine persönlichen Werte an und nicht als globale Gegebenheiten. Außerdem rufe ich mir ins Gedächtnis, wovon ich nichts verstehe (was ziemlich viel ist) und in welchen Bereichen mir überhaupt kein Expertenstatus zusteht. Damit vermeide ich Besserwisserei, die Reisende leider so oft befällt.

19. Reiseversicherung.

Jetzt kümmere ich mich um meine Reiseversicherung.

20. Extrem!

Ich mache eine Liste mit allen stereotypen Extremen, die ich auf der Reise erwarte (wie Stromausfall, Mücken, kein fließend Wasser, usw.). Dann recherchiere ich die Ursache oder den kolonialen Hintergrund. Das bewahrt mich davor, solche vermeintlichen Extreme vor Ort zu verharmlosen, zu romantisieren oder mich als Heldin darzustellen.

21. Geld.

Ich organisiere, wie ich vor Ort an Geld komme und mache eventuell einen Termin mit meiner Bank.

22. Diskriminierung.

Ich verdeutliche mir die Unterschiede zwischen struktureller Macht und Diskriminierung sowie situationsbedingter Macht und Diskriminierung (nachzulesen in „Mit kolonialen Grüßen…“). Ich überlege mir, wie ich mit Situationen umgehen möchte, in denen ich mich unfair behandelt fühle.

23. Packen.

Jetzt ist es Zeit zu packen.

24. Verwirrung!

Ich lasse nochmal alles Revue passieren und halte kurz inne. Ich mache mir bewusst, dass meine Reise kurz bevorsteht und untersuche, wie ich mich dabei fühle.

Für all diese Schritte nehme ich mir idealerweise sechs Monate Zeit.

Aber selbst, wenn ich weniger Zeit habe, bietet VorFreudeBereitung so viel Übersicht und kleinschrittige Tätigkeiten, dass ich nie in Stress verfalle.

VorFreudeBereitung geht tiefer als die übliche Bürokratie und die allgemeine Checkliste und hilft mir und vielen anderen jedes Mal, sehr eindrückliche Reiseerfahrungen zu machen. Ich werde meiner Verantwortung als Reisende bewusst und meine Begegnungen werden magisch.

Während der Crowdfunding-Kampagne für unsere Japanreise kannst du jetzt wesentlich günstiger Zugang zu VorFreudeBereitung bekommen – und dazu viele Extras und Eindrücke über meine Japanreise mit Familie und Geschwistern.

Bei den Ressourcen findest du außerdem 24 Fragen zum Ausdrucken, die dir bei deiner eigenen Reiseplanung helfen. Dort kannst du dir auch den Reiseplanungsmasterplan herunterladen, mit dem deine Vorbereitung auf eine einzige Seite passt und du definitiv den Überblick behältst.

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