Die einfachste Übung, wenn meine Reiseplanung mich überfordert

Ich schätze, du stehst bald am Anfang einer Reise. Vielleicht ist dies sogar dein erster großer Trip.

Du wirst bombardiert mit Inspiration. (Vielleicht hast du die Videos mit den Reiseexperten beim Frei!Fest gesehen.)

  • Oder du hast Freunde, die eine ganz tolle Reise hinter sich haben.
  • Oder du hast ein beeindruckendes Foto von einem Ort gesehen, den du unbedingt auch besuchen möchtest.
  • Vielleicht hat dich ein Video, ein Film oder ein Buch inspiriert.

Jedenfalls willst du unbedingt loslegen mit diesem „Reisen“ – und schnell wird dir alles zu viel.

Du bist total aufgeladen – und weißt gar nicht, wo du anfangen sollst. So ging es mir, als klar wurde, dass wir ein paar Monate nach Litauen ziehen werden. Ich hab gleich mal angefangen zu googlen.

Manchmal kann die Fülle an Information und Inspiration, die es im Internet gibt, einen aber ganz schön überfordern. Es gibt Reisetipps und Flug-Buchungstipps und Verhaltenstipps und Packtipps, dazu einen Haufen fantastischer Fotos und Videos und Reiseberichte.

Da ist die Gefahr groß, dass man

  1. gar nicht zum Reisen kommt, weil man so damit beschäftigt ist, alle Infos aus dem Netz zu absorbieren.
  2. so vollgepackt wird mit Erwartungen, dass sich langsam die Angst einschleicht, dass man total enttäuscht ist, wenn man tatsächlich irgendwann vor Ort ist, weil sich all die Erwartungen gar nicht erfüllen.
  3. überhaupt nicht weiß, wo man überhaupt anfangen soll.

Sollte ich jetzt schon einen Flug buchen? Urlaub beantragen? Die Uni schmeißen? Mich um ein Visum kümmern? Mich impfen lassen? Mir eine Packliste herunterladen? Im Schlussverkauf Ausrüstung besorgen? Und wie sag ich‘s meinen Eltern? Und wird meine Beziehung halten? Wie lange will ich überhaupt weg? Ist es vielleicht besser, in der Nebensaison dorthin zu reisen? War da nicht neulich was in den Nachrichten? Ist es vielleicht am Ende gefährlich dort?

So oder so ähnlich hört es sich in so manchem Kopf an. Auch in meinem. Ich denke, das ist ganz normal.

Und es gibt genau eine Sache, die ich in dem ganzen Trubel in genau diesem Moment tun kann.

Willst du wissen, was diese einfache Sache ist, die du tun kannst, damit sich das Gedankenkarussell ein wenig beruhigt?

Einatmen. Und ausatmen.

Nochmal, und jetzt mach gleich mit: einatmen. Und ausatmen.

Mach dir mal kurz bewusst, wo du gerade bist: Du bist am Anfang deiner Reise. Du hast dich soeben entschlossen, für eine Weile den Ort zu wechseln und dich selbst und eine andere Kultur besser kennenzulernen.

Das ist eine fantastische Entscheidung und oft der schwierigste Schritt. Alles, was jetzt noch kommt, ist gar nicht so dramatisch wie wir es uns manchmal ausmalen.

Schau mal, wo du jetzt stehst: Du bist in der Position, dir ein Land oder mehrere auszusuchen, die dich interessieren. Und dann hin zu fliegen oder zu fahren. Dieses Privileg hat nicht jeder. Allein diese Auswahlmöglichkeit und Entscheidungsmöglichkeit erfüllt mich immer wieder mit Dankbarkeit.

(Ok, atmest du noch? Gleich nochmal: ein. Und aus.)

Wahrscheinlich denkst du jetzt:

Laura, warum laberst du hier vom Atmen? Ich bin total verwirrt, was ich für meine anstehende Reise vorbereiten soll, oder wo es überhaupt hingehen soll. Da bin ich ganz froh, dass das Atmen grade mal von alleine geht.

Ich weiß, ich klinge vielleicht manchmal ein bisschen esoterisch. Aber gerade das bewusste Atmen hilft mir oft, wenn ich mal wieder in Versuchung gerate, einen Fünf-Jahres-Plan aufzustellen oder über etwas in Panik zu geraten, was – wenn überhaupt – in acht Wochen relevant sein könnte.

Mein Punkt hier ist folgender: Die Gefahr ist groß, dass du vor lauter Überforderung wie das Kaninchen vor der Schlange stehst und es dadurch vielleicht gar nicht zu deiner Reise kommt. Angst macht sich breit. Befürchtungen tauchen auf. Und wenn du es doch in den Flieger schaffst, dann vielleicht mit Anspannung und unrealistischen Erwartungen im Gepäck.

JETZT ist der Moment, der dir gehört. Dieser Atemzug ist schon der erste deiner Reise. Und der führt ganz unweigerlich zum nächsten Atemzug, auch wenn du ganz gelassen bleibst und dir nicht so viele Gedanken machst.


Wenn du noch nicht ganz überzeugt bist und wenn ich dich ein bisschen an die Hand nehmen soll bei deiner Reiseplanung, dann ist vielleicht meine Email-Serie was für dich. Sie hat den schönen Titel VorFreudeBereitung. Da bekommst du abgestimmt auf dein Abreisedatum regelmäßig Emails von mir, die dich punktgenau zum richtigen Zeitpunkt an alles erinnern, was du wann vorbereiten musst.

Ich hab sie für meine Schwester entworfen, um sie auf ihren ersten Besuch in Kenia vorzubereiten. Das ist also ein sehr persönliches Projekt und es ist viel Liebe reingeflossen. Außerdem arbeite ich im Moment noch dran. Es ist also eine Art Beta-Version und deswegen NOCH kostenlos. Wenn das für dich interessant klingt dann trag dich gleich ein.

Wie viele Wochen sind es noch mindestens bis zum Beginn deiner Reise?

Veröffentlicht in Prep

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