10 Tipps wie du den günstigsten Flug buchst [+PLANUNGSHILFE ZUM AUSDRUCKEN]

Ich habe in meinem Leben nun schon so einige Flüge gebucht. Und jedes Mal kriege ich wieder Herzklopfen. Dieser Button: Jetzt verbindlich buchen… Wieder der Beginn einer Reise. Herzklopfen! Und tausend Fragen und Zweifel in meinem Kopf:

  • Ist das jetzt wirklich das billigste Angebot?
  • Soll ich nicht doch noch warten?
  • Kann ich mir das eigentlich leisten?
  • Stimmen überhaupt alle Angaben?
  • Was, wenn sich doch noch was ändert?

Kennst du das auch? Ich habe das JEDES Mal! Das gehört wohl trotz jeglicher Routine im Flüge buchen dazu. Hier sind die 10 Tipps, die ich immer wieder befolge.

Sie sind keine Garantie, dass du wirklich den günstigsten Flug gebucht hast.

Denn diese Garantie gibt es nicht.

Aber spätestens bei Tipp #10 kannst du dann auch deinen Frieden machen mit der ganzen Schnäppchenjagd.

Tipp #1: Informiere dich frühzeitig.

Finde heraus, welche Fluggesellschaften überhaupt an dein Ziel fliegen. Das geht zum Beispiel mit momondo.de, skyscanner.de und kayak.de. Du kannst auch die Umkreissuche auf kiwi.com nutzen.

Tipp #2: Abonniere Newsletter.

Trage dich für die Newsletter der Airlines ein und beobachte Schnäppchenseiten wie urlaubspiraten.de, urlaubsguru.de und tripdoo.de.

Tipp #3: Buche 3 bis 4 Monate vor Abflug.

Außerdem scheinen die Preise günstiger zu sein, wenn du wochentags und vormittags buchst, wenn nicht so viele andere Menschen ihren Flug buchen.

Tipp #4: Anonym surfen.

Öffne ein Inkognito-Fenster, logge dich aus Google Mail und Facebook aus und lösche Cookies.

Tipp #5: Flexibilität ist alles.

  • Flexible Hinreise.
  • Flexible Rückreise.
  • Flexible Abflughäfen.
  • Flexible Rückflughäfen.
  • Gabelflug erwägen.

Tipps #6 und #7: Vergleiche und mach dir Notizen.

Dabei hilft dir diese Planungshilfe.

flug buchen

Tipp #8: Vergleiche Buchungsanbieter.

Wenn du einen guten Deal gefunden hast, klick dich weiter zur Buchung. Probiere verschiedene Buchungsanbieter aus. Gib auch ruhig schon mal ein paar Daten an. Oft wird dir der Flug dann für ein paar Stunden reserviert. Kontrolliere auch, ob der Flug vielleicht günstiger ist, wenn du ihn direkt bei der Fluggesellschaft buchst.

Tipp #9: Lass dir von Experten helfen.

Bei flystein.com oder flightfox.com kann man seine Wunschdaten und den gefundenen Preis angeben. Dann suchen Experten, die wirklich was davon verstehen, nach noch günstigeren Möglichkeiten. Die Gebühr wird nur verlangt, wenn die Experten ein Angebot finden, das entsprechend günstiger ist. Einen Versuch ist es immer wert!

Tipp #10: Buchen, akzeptieren, vergessen, loslassen, entspannen.

Wenn du die Buchung gemacht hast und alles in trockenen Tüchern ist, ist die Jagd vorbei. Fahr deinen Puls runter, melde dich aus allen Newslettern und von allen Schnäppchen-Apps ab und akzeptiere den Flug zu dem Preis, zu dem du ihn gebucht hast.

Was sind deine Erfahrungen und Tipps für die Flugbuchung? Schreib sie unten in die Kommentare!

Anmerkung: Keine der Links sind gesponsert.


Dieser Artikel ist Teil meiner Email-Serie für dich. Sie hat den schönen Titel VorFreudeBereitung. Da bekommst du abgestimmt auf dein Abreisedatum regelmäßig Emails von mir, die dich punktgenau zum richtigen Zeitpunkt an alles erinnern, was du wann vorbereiten musst.

Ich hab sie für meine Schwester entworfen, um sie auf ihren ersten Besuch in Kenia vorzubereiten. Das ist also ein sehr persönliches Projekt und es ist viel Liebe reingeflossen. Außerdem arbeite ich im Moment noch dran. Es ist also eine Art Beta-Version und deswegen NOCH kostenlos. Wenn das für dich interessant klingt dann trag dich gleich ein.

Wie viele Wochen sind es noch mindestens bis zum Beginn deiner Reise?

Die einfachste Übung, wenn meine Reiseplanung mich überfordert

Ich schätze, du stehst bald am Anfang einer Reise. Vielleicht ist dies sogar dein erster großer Trip.

Du wirst bombardiert mit Inspiration. (Vielleicht hast du die Videos mit den Reiseexperten beim Frei!Fest gesehen.)

  • Oder du hast Freunde, die eine ganz tolle Reise hinter sich haben.
  • Oder du hast ein beeindruckendes Foto von einem Ort gesehen, den du unbedingt auch besuchen möchtest.
  • Vielleicht hat dich ein Video, ein Film oder ein Buch inspiriert.

Jedenfalls willst du unbedingt loslegen mit diesem „Reisen“ – und schnell wird dir alles zu viel.

Du bist total aufgeladen – und weißt gar nicht, wo du anfangen sollst. So ging es mir, als klar wurde, dass wir ein paar Monate nach Litauen ziehen werden. Ich hab gleich mal angefangen zu googlen.

Manchmal kann die Fülle an Information und Inspiration, die es im Internet gibt, einen aber ganz schön überfordern. Es gibt Reisetipps und Flug-Buchungstipps und Verhaltenstipps und Packtipps, dazu einen Haufen fantastischer Fotos und Videos und Reiseberichte.

Da ist die Gefahr groß, dass man

  1. gar nicht zum Reisen kommt, weil man so damit beschäftigt ist, alle Infos aus dem Netz zu absorbieren.
  2. so vollgepackt wird mit Erwartungen, dass sich langsam die Angst einschleicht, dass man total enttäuscht ist, wenn man tatsächlich irgendwann vor Ort ist, weil sich all die Erwartungen gar nicht erfüllen.
  3. überhaupt nicht weiß, wo man überhaupt anfangen soll.

Sollte ich jetzt schon einen Flug buchen? Urlaub beantragen? Die Uni schmeißen? Mich um ein Visum kümmern? Mich impfen lassen? Mir eine Packliste herunterladen? Im Schlussverkauf Ausrüstung besorgen? Und wie sag ich‘s meinen Eltern? Und wird meine Beziehung halten? Wie lange will ich überhaupt weg? Ist es vielleicht besser, in der Nebensaison dorthin zu reisen? War da nicht neulich was in den Nachrichten? Ist es vielleicht am Ende gefährlich dort?

So oder so ähnlich hört es sich in so manchem Kopf an. Auch in meinem. Ich denke, das ist ganz normal.

Und es gibt genau eine Sache, die ich in dem ganzen Trubel in genau diesem Moment tun kann.

Willst du wissen, was diese einfache Sache ist, die du tun kannst, damit sich das Gedankenkarussell ein wenig beruhigt?

Einatmen. Und ausatmen.

Nochmal, und jetzt mach gleich mit: einatmen. Und ausatmen.

Mach dir mal kurz bewusst, wo du gerade bist: Du bist am Anfang deiner Reise. Du hast dich soeben entschlossen, für eine Weile den Ort zu wechseln und dich selbst und eine andere Kultur besser kennenzulernen.

Das ist eine fantastische Entscheidung und oft der schwierigste Schritt. Alles, was jetzt noch kommt, ist gar nicht so dramatisch wie wir es uns manchmal ausmalen.

Schau mal, wo du jetzt stehst: Du bist in der Position, dir ein Land oder mehrere auszusuchen, die dich interessieren. Und dann hin zu fliegen oder zu fahren. Dieses Privileg hat nicht jeder. Allein diese Auswahlmöglichkeit und Entscheidungsmöglichkeit erfüllt mich immer wieder mit Dankbarkeit.

(Ok, atmest du noch? Gleich nochmal: ein. Und aus.)

Wahrscheinlich denkst du jetzt:

Laura, warum laberst du hier vom Atmen? Ich bin total verwirrt, was ich für meine anstehende Reise vorbereiten soll, oder wo es überhaupt hingehen soll. Da bin ich ganz froh, dass das Atmen grade mal von alleine geht.

Ich weiß, ich klinge vielleicht manchmal ein bisschen esoterisch. Aber gerade das bewusste Atmen hilft mir oft, wenn ich mal wieder in Versuchung gerate, einen Fünf-Jahres-Plan aufzustellen oder über etwas in Panik zu geraten, was – wenn überhaupt – in acht Wochen relevant sein könnte.

Mein Punkt hier ist folgender: Die Gefahr ist groß, dass du vor lauter Überforderung wie das Kaninchen vor der Schlange stehst und es dadurch vielleicht gar nicht zu deiner Reise kommt. Angst macht sich breit. Befürchtungen tauchen auf. Und wenn du es doch in den Flieger schaffst, dann vielleicht mit Anspannung und unrealistischen Erwartungen im Gepäck.

JETZT ist der Moment, der dir gehört. Dieser Atemzug ist schon der erste deiner Reise. Und der führt ganz unweigerlich zum nächsten Atemzug, auch wenn du ganz gelassen bleibst und dir nicht so viele Gedanken machst.


Wenn du noch nicht ganz überzeugt bist und wenn ich dich ein bisschen an die Hand nehmen soll bei deiner Reiseplanung, dann ist vielleicht meine Email-Serie was für dich. Sie hat den schönen Titel VorFreudeBereitung. Da bekommst du abgestimmt auf dein Abreisedatum regelmäßig Emails von mir, die dich punktgenau zum richtigen Zeitpunkt an alles erinnern, was du wann vorbereiten musst.

Ich hab sie für meine Schwester entworfen, um sie auf ihren ersten Besuch in Kenia vorzubereiten. Das ist also ein sehr persönliches Projekt und es ist viel Liebe reingeflossen. Außerdem arbeite ich im Moment noch dran. Es ist also eine Art Beta-Version und deswegen NOCH kostenlos. Wenn das für dich interessant klingt dann trag dich gleich ein.

Wie viele Wochen sind es noch mindestens bis zum Beginn deiner Reise?

So findest du überall schnell Anschluss und Einblick: 5 Tipps für die erste Woche

und: Meine ersten 7 Tage in Kaunas, Litauen

Wer langsam reist und länger an einem Ort bleibt, kennt das:

  • Wie finde ich Anschluss im neuen Land?
  • Wie lerne ich Leute kennen?
  • Wo gibt es Anwohner, die mir vielleicht helfen können?

Hier sind die 5 Dinge, die ich in der ersten Woche in Kaunas unternommen habe.

1. Verlaufe dich!

Ich habe das schon an anderer Stelle erwähnt. Ich mache das sehr gerne. Augen zu – äh – AUF! Und los!

2. Triff dich mit Leuten.

  • Nimm an einem Couchsurfing-Treffen teil. Oder veranstalte selbst ein Event.
  • Frage in einer großen, internationalen Facebook-Gruppe nach Leuten aus deiner zukünftigen Stadt. (Vorteil: Ihr teilt schon ähnliche Interessen.)
  • Verteile Kuchen in deiner Nachbarschaft. „Hallo! Ich heiße Laura. Ich bin gestern oben eingezogen. Nur damit Sie Bescheid wissen.“

3. Touristen-Information

  • Für Kaunas: It’s Kaunastic!
  • Oder gib bei Google „visit [Stadt]“ ein.
  • Lies Bücher von Autoren aus deinem zukünftigen Land.
  • Suche nach Alternativen (Streetart, politische Stadtführung, …)

4. Nimm am Alltag der Leute teil.

  • Bücherei
  • Supermarkt

5. Lokale Events

Suche nach Märkten, Dorf- und Straßenfesten.

Quellen: lokale Anzeiger, Facebook, Meetup.com, Allevents.in

Wie findest du Anschluss an deinem Reiseziel? Lass es mich wissen, unten in den Kommentaren.

[VIDEO] 4 Tipps für „authentisches“ Reisen: Im „Ghetto“ von Dortmund

Wir sprechen immer davon, wie authentisch wir reisen.

Wir machen ja keinen Urlaub, sondern wir reisen.

Wir erleben Abenteuer. Wir vermeiden die typischen Touristenpfade, sondern gehen dahin, wo die Einheimischen ihren Alltag leben.

Das alles tun wir im Ausland. Aber warum eigentlich nicht auch in Deutschland?

Ich stelle mich dieser Frage und stürze mich ins Dortmunder Ghetto, auf der Suche nach dem ganz authentischen Reiseerlebnis.

Wenn du auch ganz „authentisch“ unterwegs sein möchtest, helfen dir vielleicht diese Tipps:

1. Kleidung

Wir sind immer Gast in einem anderen Land – und auch in einer anderen Stadt in Deutschland. Es gilt also, sich an gewisse Gepflogenheiten zu halten. Richte deinen Kleidungsstil nach den lokalen Maßstäben aus. Lass die Funktionshose und den Safari-Helm zu Hause. Wenn du nicht auf den ersten Blick aussiehst, wie ein Tourist, wirst du auch nicht immer wie einer behandelt.

In Nairobi zum Beispiel tragen die meisten Männer lange Hosen und geschlossene Schuhe. Mit einer kurzen Hose und Strandlatschen outet man sich nicht nur als Tourist. Man sieht auch einfach aus wie jemand, der nicht allzu ernst genommen werden kann.

2. Öffentliche Verkehrsmittel

Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass du mit den Öffis unterwegs bist. So siehst du was vom Land und kannst mit Leuten ins Gespräch kommen, die sich auskennen.

Frag doch die Taxifahrerin gleich noch nach ihren Tipps, die vielleicht nicht im Reiseführer stehen!

3. Verlaufen & nach dem Weg fragen

Pack die Karte oder das GPS weg und lauf einfach los. Lass dich einfach treiben. Geh dahin, wo es schön aussieht und wo es dich hinzieht. So entdeckst du vielleicht die eine oder andere überraschend unspektakuläre Ecke.

Und dann gilt immer: fragen, fragen, fragen. Nach dem Weg zu fragen ist der beste Einstieg in ein Gespräch.

4. Orte jenseits des Reiseführers

Mache einen Spaziergang in einem Wohnviertel. Oder noch besser: Lass dich von einer Anwohnerin dorthin mitnehmen. Lass dich nicht von den Meinungen anderer Reisender beeindrucken, dort sei es „langweilig“ oder dort „gebe es nichts zu sehen“. Gerade an solchen Orten können wir einen ziemlich guten Einblick in die Wohn- und Lebenssituationen der Menschen gewinnen.

Machen diese Punkte mein Reisen wirklich „authentischer“?

Das Problem mit dem Wort „authentisch“, das in vielen Reiseberichten auftaucht, ist seine Verbindung mit einer Wertung. Wir Reisende aus dem globalen Norden glauben nämlich zu wissen, wie „das wahre Indien“ oder „das authentische Afrika“ ist. Und das geht meistens mit einer unbewussten Abwertung einher.

„Authentisch“ bedeutet dabei ungewollt auch „arm“, „schmutzig“, „einfach“, „unterentwickelt“.

Dabei gehören Dinge wie Co-Working Spaces, Autobahnen, Subkulturen und Solaranlagen ebenso zum „wirklichen“ globalen Süden. Nur glauben wir, wir hätten die Definitionsmacht darüber, wie „das echte Leben jenseits der Touristenpfade“ aussieht.

Genau so funktioniert Rassismus: Wir machen Menschen, die wir einer „Kultur“ oder einer Gegend zuordnen, zu Objekten mit bestimmten Eigenschaften. So wird Menschen eine eigene Identität, eine Individualität und selbstbestimmtes Sein und Handeln abgesprochen.

(glokal e.V.: Mit kolonialen Grüßen…)

Wie gesagt, das geschieht erstmal unbewusst. Und wenn man erstmal darüber nachdenkt, wird alles noch viel komplizierter. Ich unterstelle dir hier also keineswegs irgendwelche fremdenfeindlichen Gedanken.

Was aber können wir tun?

  • Lass uns nicht über „authentisch“ oder „unecht“ debattieren. Es hilft, kurz darüber nachzudenken, was diese Wörter eigentlich bedeuten. Dann wird uns schnell klar, dass diese Wertung von Erlebnissen unerheblich ist.
  • Was zählt, ist das Erlebnis selbst. Kannst du es einfach so beschreiben, wie es war? Ohne Kategorien oder Wertungen zu bedienen?
  • Lass uns überlegen, woher wir diese Idee haben, schon zu wissen, was „authentisch“ ist und was nicht. Und dann lass uns nach Eindrücken suchen, die mit genau diesen Vorstellungen brechen.

Was denkst du? Lass es mich untern in den Kommentaren wissen!

Warum ich mich nicht sonderlich um Reisewarnungen kümmere

is it safe to travel to kenya

und was ich stattdessen für meine Sicherheit auf Reisen tue

Oft werde ich gefragt: Wie gefährlich ist eine Reise nach Kenia? Meiner Meinung nach beginnt Sicherheit bei mir im Kopf. Hier ist meine Ansicht:

Vor der ersten Veröffentlichung dieses Artikels hielt die britische Botschaft in Kenia ihre Landsleute an, einige Orte an der kenianischen Küste und in der Hauptstadt Nairobi zu meiden. Dieser Rat kam nach einigen Angriffen und Drohungen durch terroristische Gruppen. Die Orte, die stark vom Tourismus abhängig sind, bekamen die negativen Auswirkungen dieser Warnung deutlich zu spüren.

Die kenianische Regierung bat die britische Botschaft, diese Warnung wieder zurückzuziehen. Auch die amerikanische Botschaft, die ähnliche Warnungen veröffentlicht hatte, sollte diese entschärfen. Ich muss dazu sagen, dass ich zu dem Zeitpunkt an einigen der als gefährlich bezeichneten Orte war und noch lebe.

Dann wurden die Warnungen plötzlich wieder aufgehoben.

Ein paar Hinweise blieben, aber viele der vorher als gefährlich bezeichneten Orte waren laut den Botschaften nun wieder „zugänglich“. Dies geschah kaum eine Woche nach dem Angriff auf eine militärische Einrichtung in Lamu, bei dem mehrere Angreifer getötet wurden. Unter ihnen war auch ein Brite.

Das zeigt, dass solche Reisewarnungen manchmal politisch motiviert oder einfach willkürlich sind.

Ich hatte mich für den Newsletter der deutschen Botschaft eingetragen, aber ich meldete mich schnell wieder ab. Denn meistens bekam ich Warnmeldungen oder andere Hinweise, die sich nicht mit meinem Alltag in Nairobi vereinbaren ließen. Ein paar Beispiele:

  • Nutzen Sie keine Matatus (öffentliche Minibusse), es ist gefährlich, mit ihnen zu reisen. (Nun, wenn ich nicht ständig zu Hause herumsitzen will, MUSS ich notwendigerweise irgendwann in ein Matatu steigen. Sie sind das einzige mir verfügbare öffentliche Verkehrsmittel.
  • Vermeiden Sie überfüllte Orte. (Nairobi Downtown, die Endhaltestelle meiner Matatu-Route, ist automatisch immer ein überfüllter Ort, den ich durchqueren muss, wenn ich ins City Center will.)
  • Herzliche Einladung zum kenianischen Oktoberfest. (Ich gehe nicht mal auf das deutsche, warum sollte ich dann auf das kenianische gehen? Ich habe gehört, letztes Mal gab es nicht mal deutsches Bier. Und außerdem müsste ich, um dahin zu kommen, gleich mehrere Matatus benutzen und mehrere überfüllte Orte durchqueren…)

Was ich sonst für meine Sicherheit tue:

  • Ich bin in meiner Straße bekannt und unterhalte mich viel mit Leuten. Sie kennen mich und wissen, dass ich keine Touristin mehr bin, sondern eine Anwohnerin.
  • Ich habe einige Freunde, die mich UND die Stadt kennen und die mir gute Ratschläge geben können, wie ich mich verhalten sollte.
  • Wenn mir ein Kenianer sagt, ich solle einen bestimmten Ort nachts meiden, folge ich dem Ratschlag.
  • Wenn es dunkel ist, richte ich es so ein, dass ein kenianischer Freund mich begleitet.
  • Ich lasse es mir nie anmerken, wenn ich mich verlaufen habe und achte darauf, den Weg immer genau zu kennen.
  • Ich trage keinen Geld-Gürtel und versuche auch sonst, so wenig wie möglich wie ein Tourist auszusehen.

Mit diesen Maßnahmen fühle ich mich sehr sicher und bin entspannt. Das funktioniert viel besser als sich von politisch motivierten oder willkürlichen Reisewarnungen der Botschaften verrückt machen zu lassen.

Wenn du im Ausland krank wirst

sick abroad

Erfahrungen aus Kenia

Auf Reisen krank werden nervt. Eigentlich willst du deine Reise genießen und musst auf der Höhe sein.

Ich war mehrere Male krank in Kenia und habe eine gewisse Einstellung entwickelt, die es einfacher macht, dass ich schnell wieder gesund werde.

Ich folge der Regel: Je früher, desto besser. Wenn ich mich fiebrig fühle, oder schwach, mir schwindelig ist oder ich Bauchschmerzen habe, gehe ich zum Arzt oder zur Apotheke. Es muss nicht immer ein Krankenhaus sein. Gerade in Kenia muss man im öffentlichen Krankenhaus manchmal lange warten. Eine Apotheke oder eine private Klinik tut es auch. Die machen einen Test und verschreiben dir dann das entsprechende Medikament.

Wenn es mir nicht gut geht, liegt das meistens an Malaria oder Bauchbeschwerden.

Malaria

Die Symptome bei mir fangen immer mit Gelenkschmerzen in den Fingern an. Dann verbreiten sie sich über den ganzen Körper. Ich fühle mich schlapp, generell unwohl und mir ist einfach schwummrig. Es passiert häufig, wenn ich gerade vom Land zurückkomme, wo Malaria häufiger vorkommt als in der Hauptstadt Nairobi.

Ich gehe dann zum Arzt. Der piekst mich in den Finger und testet mein Blut. Dann bekomme ich sechs mal vier gelbe Tabletten, die ich in den kommenden drei Tagen nehme – und fertig.

Malaria sollte jedoch ernst genommen werden. Selbst wenn du prophylaktische Mittel nimmst und dich mit Insektenspray einsprühst – geh zum Arzt, wenn dir auch nur ein bisschen übel ist.

Wir haben einmal meine ganze Familie zum Arzt geschleppt, einfach um sicher zu sein. Niemand hatte Malaria, und es war eine Erleichterung, Gewissheit zu haben.

Auf der anderen Seite ist Malaria für uns privilegierte Touristen auch nicht das Ende der Welt und leicht zu behandeln. Auch in ländlichen kenianischen Gegenden gibt es Einrichtungen des Gesundheitswesens. Nimm sie unbedingt in Anspruch!

Bauchschmerzen

Wir Reisende wissen oft nicht, wie man sich richtig die Hände wäscht, bestimmtes Essen säubert oder einen bestimmten hygienischen Standard unter neuen Umständen aufrechterhält. Deshalb bekommen wir oft Probleme mit der Verdauung. Manche lassen sich mit Durchfall-Medikamenten beheben. Ich habe normalerweise immer welche zur Hand. Wenn das Bauchweh aber länger als einen Tag anhält, gehe ich zum Arzt.

Der fragt dann meistens nach einer Stuhlprobe. Nicht jedermanns Sache, aber wichtig für eine ordentliche Diagnose. Bisher hatte ich bakterielle Magen-Infekte oder Amöben. Es gab immer Medikamente dagegen. Ich frage dann auch immer, was ich essen und trinken darf und was nicht.

Medikamente

Manchmal lässt sich über den Preis für die Medikamente verhandeln. Das hängt aber vom Ort und der Art der Medikamente ab. Manche Marken sind günstiger, andere teurer. Wir hatten mal einen Fall einer Infektion im Mund. Das benötigte Mundwasser gab es wesentlich günstiger im Supermarkt als beim Apotheker.

Schmerzmittel

Normalerweise gibt mir der Arzt oder Apotheker immer Schmerztabletten mit. (Denke daran, dass du vor allem bei Magen-Darm-Problemen nicht alle Schmerzmittel vertragen wirst.) Wir hatten oft noch einen Vorrat von letztem Mal und ich habe dem Arzt gesagt, dass ich keine brauchte.

Natürliche Linderung

Meine Schwiegermutter hatte früher einen Topf mit hausgemachter Medizin, die einfach alles heilte. Sie half mir, meinen Durchfall loszuwerden, mit zwei Tassen eines sehr bitteren Kräutertees. Wenn du solchen Sachen offen gegenüberstehst, so wie ich, können sie durchaus helfen. Es handelt sich um altes Wissen, das seit Generationen wirkt.

Dosierung

Frage nach, wie viele Tabletten du zu welcher Tageszeit nehmen musst. Ich verwechsle die Zahlen und Mengen ständig, die die Apotheker auf die kleinen Tütchen schreiben, um die Dosierung anzuzeigen.

Kurzum: Versuche, nicht auszuflippen.

Ich hinterfrage meinen deutschen Arzt nicht besonders oft, warum sollte ich es dann in Kenia tun? Er weiß, was er tut. Er hat diese Dinge studiert und ich bin nicht seine erste Patientin.

Wenn ich beim Arzt bin, rede ich viel, um sicherzugehen, dass er alle Infos und ich alle Handlungsanweisungen bekomme.

Geh frühzeitig zum Arzt oder Apotheker. Kommuniziere viel und höflich. Und gute Besserung!

Keep your travel tech simple

travel tech

in order to be a more responsible travel blogger

Picture me, sitting in rural Kenya in a cyber café. I walked here for half an hour. For days, I took notes in my notebook on what to write about in my next blog post. It’s a bit of a struggle to form the notes into an appealing post, considering the noise from the people at the busy market. But I manage to focus and mold an interesting story.

As I hover over the publish button with the cursor, the screen goes blank. Blackout!

My meditation skills were greatly tested several times. In 2009 I depended on the cyber cafés to keep friends and family updated. It’s still one of the easiest and cheapest ways.

Internet

You can check nomadlist.com for a quick overview of the coverage in big cities worldwide. When I stayed in Nairobi, we got Wi-Fi installed. Easy. But if you are travelling to rural areas, free internet access is not always guaranteed.

There are also more and more libraries, cafés, co-working spaces and hubs coming up where you can access internet.

And if you carry your laptop, you can either purchase a modem before you start the trip, or you buy it locally, once you have arrived.

Sometimes, data volumes and network cover can be shaky. I had to have my laptop run for one night straight in order to upload videos.

Phone

Once you know which format suits you, you’ll find that it can probably be filled on a smart phone. It usually makes much sense to buy a line from a local provider, which is the cheapest option in most cases. You can ask local friends about that. You can buy internet data in “bundles” like airtime, or subscribe for a regular monthly fee.

If you are in a more rural place, remember that you may not be able to charge your phone whenever you want. We don’t have electricity in our house on the Kenyan countryside. I usually take my phone to the next shop that is connected to power and pay a small fee every time I have it charged.

How to simplify your tech equipment

  1. Multifunctionality

I am a very old-school person with a very old phone that’s not smart but robust. I also have an MP3 player and two different cameras. Don’t be like me! Carry your smartphone. I’m sure it can offer all these functions in one.

  1. Combine

Get one single adapter that helps you get electricity in any country. Use headphones with an inbuilt microphone. USB chargers and cables can be combined as well.

  1. Avoid

Sometimes you may need batteries. You don’t have to carry them though. They can be bought locally.

  1. Minimise

Do you have to carry your entire external hard drive or will a flash disc do the job for the short trip? One SD card with massive storage replaces many smaller ones. You don’t need to carry the cable to connect your device with a computer or laptop. Bluetooth and card readers are your friends here.

  1. Don’t forget

To avoid losses, install antivirus programmes before you start travelling.

What are your tips for travel tech? How do you keep your loved ones updated? Let me know in the comments below!

 

Choose your format for Responsible Travel Blogging

travel blogging

How and why to publish through email, on blogs, social media or WhatsApp.

My first travel blogs fulfilled the sole purpose of keeping my family and friends updated. I just wrote, added some pictures and then published without editing. The posts were long, because I wrote twice a month and a lot used to happen within two weeks. The response was scarce, but friends and acquaintances generally were interested in my journey and I was sure they were reading.

If you are thinking of opening a travel blog, these are the first two questions you need to ask yourself:

Why are you writing?

Who is your audience?

These questions go hand in hand. If you are writing to keep your family and friends updated, they are your audience. But don’t underestimate the bragging power of parents: My dad started sending the links to the blog posts to his colleagues and friends, because he liked them so much. So the private audience quickly expanded to a bunch of people I didn’t even know.

Ask yourself why, how and when they are reading or following you. Are they going to read long texts? Or are short videos better (Periscope)? What about daily quick thoughts and photos (Twitter / Instagram)?

Maybe you are a professional travel blogger, or want to become one. Or you want to journal for your own benefit. Whatever your reason to publish and whoever your audience is, they determine your platform and format for travel blogging.

Here are some options. You can combine them, and there are more. But this should give you a quick overview.

Blog

Publish on a blog for friends and family with the possibility of expanding the readership. Blogs are also great if you want to reach a bigger audience, publish journalistically, inspire others whom you don’t know personally or even want to raise money or make some political, social or cultural phenomena public.

If you want to journal just for yourself, lock it with a password, so that you are the only one who has access.

Video

I kept getting similar questions about how and what I was doing in Kenya. But I myself find emails addressed to many people not very personal and sometimes even boring. So I record a video every month, upload it and send the link and password to a growing number of people.

I don’t have special equipment. Neither do I have a script. I just start talking in front of the camera, insert some photos or scenes I recorded previously and sometimes add some music. I always keep them around six to maximum ten minutes.

Watching a video is less effort to many people than reading a long email. And I feel more authentic towards the people who are genuinely interested in what I am up to.

There are plenty of options for platforms, tech equipment, professionality and formats. Some audiences may be satisfied with only seeing you talking. However, travel vloggers often have great cameras and microphones and their videos are full of action.

Shooting the video is only one quarter of the work. Vloggers usually have thought about a story before, and edited it later. And then there are data volume requirements and not everybody has internet everywhere.

If you want to do videos, you can also just record short clips, a bit like taking moving photos, and upload them on Periscope, in your WhatsApp or Facebook group or on Instagram.

Email

Emails will definitely be found in someone’s inbox. There is no escape and people can’t miss it. And you know exactly whom you are sending it to.

Consider your audience here: Hardly anybody, apart from your biggest fans, take their precious time to sit down and read 3 000 words of continuous text about their friend or niece, who is currently travelling through a country they can hardly imagine.

If you want feedback, a WhatsApp or Facebook group is more attractive than email, simply because people can quickly like something or leave a short comment with one single click. Also, your messages might be shorter, more regular and not these big bites that nobody in the boring non-traveller’s daily life has time for and enthusiasm to read.

WhatsApp

On WhatsApp or other messenger services you have more control over who gets to read what you are writing, and you will more likely get feedback, because it’s easier and quicker to answer.

Social Media

Social media is usually more public. You can change the settings for who will be able to read and share though, or open a separate, closed group.

Photos, videos and voice messages will be easier to handle on social media, like Periscope, or a messenger service like WhatsApp.

Podcast

Voice messages or podcasts are only suitable for people who know you personally, because they can imagine your face with the voice. Describing a different culture in a ramble for a podcast is a real challenge, and I would like to dare you here to be the next best travel-caster! However, most of it works better visually or when you have written it well.

This worksheet will help you getting an overview over all the points made so far and pick the right medium for you.


If you are thinking of establishing a professional blog or brand, or you have already started out: There is a great blogpost by Regina of byregina.com  where you can find out whether blogging, Youtube, Periscope and other platforms are right for you.

Some general hints

  • Short is always good, especially online. People don’t have time anymore – unfortunately. Unless you are a predestined travel writer, keep your posts around 800 words, your videos under ten minutes and sort your photos before publicly uploading them all.
  • Regular works better than long. If you can write once a week or three times a month, do it. This automatically helps keeping things short. It also “teaches” your audience when to check for news about you. You can announce new posts via email or social media. Or blog on a specific day so that people know, every Tuesday or every 10th, 20th and 30th of the month they can check back in with you.
  • Different platforms give you different ways of control. Do you want control over who is reading or is it okay if it spreads? (Consider password protection, groups with invitation vs. Facebook pages, for example.)

Insider hint for lazy bloggers

Maybe you are already familiar with one or several of these outlets – and you don’t have much time to start learning how to use a new one. Then the best is to go with what you are comfortable with. Register a blog, open a group or set up a profile. If you need to practice, start talking about your preparation, announce your flight, or answer questions you are already getting about your trip.

Do you have any favourites of formats for travel blogging? What did I forget? Let me know in the comments below.

 

Travel without camera

travel without camera

How a day without taking photos can change your worldview

During our two weeks in India I took 621 photos and videos. Or let’s say: within 12 days I took 621 photos and videos. Once a week I deliberately took a day off and didn’t take photos.

Why once in a week I refrained from taking photos

The reason is simple: mindfulness. On a day without photos I don’t feel forced to capture certain moments, situations or view. I recognize everything. Even the images that don’t really qualify to be photographed.

For instance, I look at cars that look just the same as in Germany. Or beautifully boring bus stops. I become aware of the structure of the pathways, the sneakers of the people in the park, print shops, street lights, the sky. During my photo-free day I am more perceptive than ever.

And the best about it: I become aware again of the fact that all these impressions are mine alone. Now, in this very moment, I see and experience this very part of the world. Nobody has ever seen it like this before, and nobody will experience it again like this – not even I myself. Actually it is this way in every second.

But with my camera hanging around my neck I wrongly imagine to be able to capture and keep the moment. However, people who look at my photos often see totally different things from the once that are important to me. And the vibe of a moment can hardly be captured on a photograph anyway.

More advantages of travelling without a camera for one day

  • Less luggage. Without a camera I have to carry less.
  • Hands free. I can pick up a leaf, tickle my baby’s foot and eat food from a street stand, without worrying about my camera.
  • Walking flow without interruption. I don’t have to stop all the time – my companions neither.
  • No worries about security. For everyone with the unpleasant feeling of attracting thieves with a camera, a day without it is pure relaxation.
  • Less digital baggage. With my average I’d have 100 photos more on the memory card. 100 photos more to sort, print, save, …

How I organise a day of travel without camera

  1. Clear resolution. I irrevocably decide: On Sunday I won’t take any photos. No matter where we’ll go or what will happen.
  1. Hide cameras. In order to avoid any temptation, I pack all devices that are able to take photos into their bags and covers and then to the back and bottom of the closet, suitcase or backpack.
  1. Enjoy the day. It’s hard but I try not to think the whole time: Oh what a pity, this would have been a great shot. Instead, I become recognize my surroundings with all my senses.
  1. Question your actions. I ask myself: Why do I actually take photos? For whom do I take photos? Who will see them later? What do I show and what not? What would be the alternatives?

Why are there no photos on this blog?

This blog isn’t a travel blog in that sense. It’s about something bigger than my personal travel experiences. I want to inspire you to travel responsibly and aware. It’s hard to express that with holiday snapshots. That’s why you won’t find them here. Most of the images are from Unsplash.

The ultimate guide to taking pictures in Africa

I wrote an article about how to take photos in Africa. Beyond shutter speed and angle there are hints on using a camera mindfully.