7 Lektionen aus zwei gescheiterten Crowdfunding-Kampagnen

Das Crowdfunding für unsere Japanreise geht bald zu Ende. Und wie es auf den ersten Blick aussieht, ist es komplett gescheitert. Der Zähler zeigt 0% Unterstützung an. Bei unserem ersten Crowdfunding vor zwei Jahren für Indien waren es auch nur 21%.

Das sieht nach der totalen Niederlage aus. Aber so schlimm wie es aussieht, ist es für mich Optimistin nicht.

Denn ich habe so einiges gelernt.

1. Meine Geschichte ist das Wichtigste.

Die Leute, die uns unterstützen, tun das, um an unserer Reise ein Stück weit teilzunehmen. Sie möchten auch einen Eindruck von Japan bekommen und vor allem erfahren, wie es uns persönlich dort ergeht. Sie möchten wissen, wie unsere Geschichte weitergeht. Entsprechend revangieren wir uns mit persönlichen Einblicken und halten unsere Unterstützer*innen auf dem Laufenden. Wir haben schließlich eine interessante Story.

2. Unterstützung kommt von Bekannten.

Alle Menschen, die uns Geld aufs Reisekonto überwiesen haben, kennen mindestens eine*n von uns persönlich. Wenn du also auch vorhast, deine nächste Reise mit Crowdfunding zu finanzieren, suche zunächst in deinem familiären Umfeld und im Freundes- und Bekanntenkreis. Wenn sich die Kampagne darüber hinaus verbreitet, umso besser.

3. Bei Geld hört die Freundschaft auf.

Manche meiner Freundinnen möchten wissen, wie es mir ergeht. Dafür möchten sie aber nicht unbedingt Geld zahlen müssen. Und auch nicht ständig um Geld „angebettelt“ werden. Darum habe ich deutlich gemacht, dass ich nach der Reise natürlich die Eindrücke aus Japan mit ihnen teile.

Es ist durchaus ein Balanceakt, genau die richtige Menge an Emails zu finden. Einerseits soll unsere Kampagne nicht vergessen werden. Andererseits möchte ich auch niemanden nerven.

4. Mit Team macht’s mehr Spaß.

Dieses Mal hatte ich meine drei Geschwister an Bord. Und es hat so viel mehr Spaß gemacht! Außedem haben wir jetzt schon ganz fantastisches Material auf unserem geheimen Blog für Unterstützer*innen gesammelt. Da bekomme ich selbst nochmal einen Einblick in die Reisevorbereitung meiner Geschwister. Wir haben uns gegenseitig motiviert und inspiriert und haben jetzt schon so viel Spaß zusammen, dass ich es kaum erwarten kann, die drei endlich in Japan wiederzusehen.

5. Planung ist alles.

Klar, zu viert gab es auch ein bisschen mehr zu koordinieren. Wer macht wann was? Aber auch für eine Solo-Kampagne ist gute Vorbereitung und Planung wirklich wichtig. Ich habe mir weit im Voraus Gedanken gemacht. Immerhin kam auf der Hälfte der Kampagne unser zweites Kind zur Welt. Ein Kalender und eine Excel-Tabelle waren da unabdinglich.

6. Die Reise nicht vom Crowdfunding-Erfolg abhängig machen.

Auch wenn niemand uns unterstützt hätte: reisen tun wir trotzdem. Vielleicht hätten wir dann sehr knauserig mit unseren Ressourcen umgehen müssen. Die finanzielle Unterstützung gibt uns mehr Freiraum. Trotzdem darf eine Reise nicht scheitern, nur weil das Crowdfunding scheitert.

7. Alle Spenden behalten.

Entsprechend behalte ich auch jeden Betrag, auch wenn das Gesamtziel nicht erreicht wird. So scheitert zwar die Kampagne auf dem Papier, aber unser Reisekonto wird trotzdem gefüllt. Und diejenigen, die uns unterstützen, können an der Reise teilhaben.

Das war sicher nicht meine letzte Crowdfunding-Kampagne fürs Reisen. Noch viele weitere Lektionen und Anleitungen, die ich bisher gelernt habe, teile ich gerne mit dir in einer Challenge. Noch kannst du uns hier unterstützen und mehr erfahren.


Wie finanzierst du deine Reisen? Teile deine Tipps unten in den Kommentaren.

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