[QUIZ] Welche Art von Reisebericht passt zu dir und deiner Reise?

Finde heraus, warum und wie du am besten über deine Reise berichtest.

Meine allerersten Reiseblogs schrieb ich nur, um meine Familie und Freunde auf dem Laufenden zu halten. Ich schrieb und schrieb, meistens in wackeligen Internetcafés, fügte vielleicht noch das ein oder andere Foto hinzu und drückte „Veröffentlichen.“

Die Einträge waren lang, weil ich höchstens zweimal im Monat bloggte und in dieser Zeit immer viel passierte. Das Feedback war eher dünn. Aber ich wusste, dass meine Freunde und Bekannten an meinen Erlebnissen interessiert waren und immer mitlasen.

Dir stehen fast unendlich viele Möglichkeiten offen, deine Familie, Freunde und Fans von deinen Reiseeindrücken zu berichten. Du kannst das schriftlich und persönlich tun, oder mit Bildern und Videos auf eine sehr öffentliche Art. Ich zeige dir hier die gängigsten Möglichkeiten auf und helfe dir mit einem kleinen Quiz, genau das Format zu finden, das zu dir, deiner Reise und deiner Motivation passt.

Wenn du überlegst, wie du über deine Reise berichten möchtest, solltest du dir als erstes diese beiden Fragen stellen:

Warum berichtest du?

Wer ist dein Publikum?

Diese Fragen hängen zusammen. Wenn du deine Familie und Freunde auf dem Laufenden halten möchtest, sind sie natürlich dein Publikum. Unterschätze jedoch nicht das „Angeberpotential“ stolzer Eltern.

Mein Vater fing irgendwann an, die Links zu meinen Blogeinträgen an seine Kollegen und Bekannten weiter zu schicken, weil er die Einträge so gut fand und sie auch anderen zugänglich machen wollte. Ich hatte nichts dagegen, aber ich war mir dessen bewusst, dass meine anfänglich private und bekannte Leserschaft schnell um einige Leser wuchs, die ich gar nicht persönlich kannte.

Überlege dir, warum, wie und wann deine Leute deine Sachen lesen oder ansehen werden. Haben sie genug Geduld und Zeit für lange Texte? Oder sind kurze Videos besser? Wie wäre es mit täglichen kurzen Gedanken und Bildern?

Vielleicht bist du schon professioneller Reiseblogger oder auf dem Weg dorthin. Oder du möchtest nur für dich persönlich deine Erlebnisse festhalten. Was auch immer deine Motivation und wer auch immer dein Publikum ist – beides bestimmt die ideale Plattform und das beste Format für deine Reiseberichte.

Im folgenden schnellen Quiz kannst du deine Motivation und dein Publikum ausloten.

Das Ergebnis ist nur ein Vorschlag. Komme damit hierher zurück und lies nach, was für Möglichkeiten du noch hast. Die meisten Formate lassen sich auch wunderbar kombinieren.

Quiz in neuem Tab öffnen.

WhatsApp-Gruppe oder anderer privater Messenger-Dienst

WhatsApp geht schnell und dein Publikum kann eine Nachricht nicht verpassen. Als Admin behältst du den Überblick, wer alles mitliest.

Snapchat oder ein anderer privater visueller Dienst

Snapchat braucht ebenfalls wenig Zeit. Mit kurzen Beiträgen kannst du ein mehr oder weniger öffentliches Publikum schnell mal inspirieren.

geschlossene Gruppe auf Facebook oder einem anderen sozialen Netzwerk

Als Admin bestimmst du, wer mitliest. Beiträge können kurz bis mittellang sein und das Publikum kann selbst entscheiden, wann es was liest oder ansieht.

Blog

Ein Blog ist sehr vielseitig. Von kurzen bis langen Beiträgen mit oder ohne Bilder, Videos, usw. ist hier Platz für deine Berichte. Ein Blog ist meistens öffentlich, aber mit einem Passwort kannst du ihn schützen und ausschließlich für dich allein oder ausgewählte Leser zugänglich machen.

Email

Die berühmte Rundmail… Obwohl ich auch welche schreibe, bin ich kein großer Fan von ihnen. Mir sind sie oft zu lang und zu unpersönlich. Sie eignen sich aber sehr gut für eine interessierte, persönlich bekannte Leserschaft.

Instagram oder ein anderer visueller Dienst

Ich habe Instagram erst neulich für mich entdeckt. Es geht schnell und inspiriert. Dabei ist es eher für ein öffentliches Publikum geeignet. Hier kannst du tolle Eindrücke teilen.

Videos und Vlogs

Je länger das Video, desto interessierter müssen die Leute sein, um es wirklich anzusehen. Sie müssen sich Zeit nehmen wollen. Aber hier kannst du ins Detail gehen. Überlege jedoch, ob dir ausreichend Internet zum Hochladen zur Verfügung stehen wird.

Fotostrecken und Bildergalerien

Wenn du viele Fotos auf einmal teilen möchtest, kannst du das unter anderem auf Instagram oder Facebook, aber auch über Flickr, Google und andere Anbieter. Fotos sind oft attraktiver zum Durchsehen als Text für ein Publikum mit wenig Zeit.

Private Sammelaktion

Auf Plattformen wie Fundmytravel kannst du unkompliziert deinen eigenen kleinen privaten Spendenaufruf zusammenstellen. Trotzdem wirst du ein klein wenig Vorlauf brauchen, um die Aktion effizient zu planen.

Crowdfunding online und offline

Wenn du und dein Publikum genügend Zeit und Motivation haben, steht einer großangelegten Crowdfundingaktion nichts im Wege. Setze dir ein Ziel, stelle die Kampagne zusammen und rühre dann die Werbetrommel, um möglichst viele Interessenten zu gewinnen.

Twitter

Noch ein Dienst für Menschen mit wenig Zeit. Kurze und knackige Beiträge halten auch Unbekannte auf dem Laufenden über deine Reise.

Posts auf Facebook oder einem anderen sozialen Netzwerk

Wenn es für einen Blogeintrag nicht ganz reicht, du aber doch öffentlich deine Meinung kundtun möchtest und etwas mehr ins Detail gehen willst, dann teile deinen Freunden auf Facebook deine Eindrücke öffentlich oder einer ausgewählten Gruppe mit.

Forum, Plattform

Vor allem für Texte oder Beiträge, die sich um ein spezielles Thema drehen, bieten sich themenspezifische, journalistische Plattformen oder Foren an, in denen du sicher auf interessierte Leser stoßen wirst.

Pinterest

Deine virtuelle Pinnwand dient vor allem als Linksammlung. Hier kannst du Hotelwebseiten, Einträge aus Reiseführern und Online-Karten anpinnen und mit einem Passwort vor der Öffentlichkeit schützen.

Ein paar generelle Hinweise

  • Kurz ist meistens besser als lang, vor allem online. Die meisten Menschen haben leider keine Zeit mehr. Wenn du nicht gerade die geborene Reiseschriftstellerin bist, dann halte deine Beiträge und Emails bei 800 bis 1000 Wörtern, deine Videos unter 10, besser bei 5 Minuten und sortiere deine Fotos, bevor du sie alle hochlädst.
  • Regelmäßig ist meistens besser als lang. Wenn du einmal die Woche oder dreimal im Monat schreiben kannst, dann tu das. Dadurch bleiben die Berichte automatisch kürzer. Außerdem merkt dein Publikum, wann es etwas Neues von dir erwarten kann. Zum Beispiel jeden Dienstag, oder immer am 10., 20. und 30. des Monats. Du kannst neue Beiträge auch per Email oder soziale Medien ankündigen.
  • Verschiedene Plattformen bieten unterschiedliche Kontrolle. Je nachdem, wen du deine Reise miterleben lassen möchtest, gibt es zwischen „Nur ausgewählte Leute sind eingeladen.“ und „Die ganze Welt sieht es.“ allerlei Optionen.

Bester Tipp für Faule bzw. Schlaue

Wahrscheinlich kennst du dich in mindestens einem dieser Medien sowieso schon aus. Wenn du nicht mehr viel Zeit investieren möchtest, um den Umgang mit einer neuen Plattform zu lernen, dann wähle einfach die, die dir am bequemsten ist. Es ist einfacher, sie so weit wie möglich an deine Ansprüche anzupassen als kurz vor oder während der Reise noch etwas Neues auszuprobieren, was dann nicht so gut aussieht.

Am Besten ist es, du probierst es noch vor Abflug aus. Berichte zum Beispiel über deine Vorbereitungen oder wann du ungefähr fliegst. Oder beantworte Fragen, die dir dein Umfeld bereits jetzt stellt.

Was ist dein Lieblingsformat für Reiseberichte? Welches habe ich vergessen? Schreib mir unten in den Kommentaren!

Wie du verantwortungsvoll von deiner Reise berichtest, lernst du bei VorFreudeBereitung.

Trage dich ein für die kostenlose, vierteilige Videoserie.

2 Gedanken zu „[QUIZ] Welche Art von Reisebericht passt zu dir und deiner Reise?

  1. Hi Laura,
    der Test ist super! Bei mir kam – zum Glück – Blog raus 😉 Aber auch deine Aufzählung sämtlicher anderen Formate finde ich sehr hilfreich. Will ja nicht jeder gleich einen Blog aufziehen.

    Liebe Grüße
    Magdalena

    1. Liebe Magdalena,
      Am Besten ist es wirklich, man nimmt ein Format, mit dem man sich schon gut auskennt. Das braucht weniger Vorbereitung und bietet mehr entspanntes Reisen. Da hast du ja mit deinem Blog einen Glücksgriff gelandet!
      Schön, dass dir der Test gefällt!

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