[VIDEO] Körperpflege aus der Küche ins Handgepäck (mit Infografik)

Günstig, ergiebig, bio, vegan und plastikfrei!

Für die Körperreinigung und -pflege meiner Kinder und auch für mich selbst nutze ich schon lange keine Pflegeprodukte mehr. Alles was ich brauche, finde ich in meiner Küche, im Bioladen oder im Supermarkt.

Das hat einige Vorteile:

Günstig

Ich gebe kein Geld mehr für teures Deo, Zahnpasta oder Shampoo aus. Stattdessen bin ich auf wesentlich günstigere Lebensmittel umgestiegen, die den gleichen Zweck erfüllen.

Ergiebig

Die Hausmittel halten zudem viel länger als Pflegeprodukte und meine ganze Familie profitiert davon.

Pflanzlich

Ein positiver Nebeneffekt: Alle Produkte sind vegan, tierleidfrei und – wenn du möchtest – in Bioqualität zu haben. Und dabei wesentlich bezahlbarer als teure Bio-Naturkosmetik.

Plastikfrei

Lebensmittel sind viel einfacher im Unverpackt-Laden zu bekommen als Kosmetika. Und selbst, wenn du die Hausmittel im Supermarkt kaufst, bekommst du größere Mengen (z.B. Roggenmehl) und sparst so Verpackung. Außerdem ist das Meiste in Papier (Roggenmehl) und Glas (Mandelöl) verpackt, sodass du zumindest plastikfrei bleibst.

Umweltfreundlich

Beim Waschen, Duschen und Pflegen mit Lebensmitteln landen keine chemischen Stoffe im Abfluss. Das ist mir besonders in Kenia immer ein Anliegen, wo das Duschwasser gleich hinterm Haus versickert.

Handgepäck

Der Großteil der hier vorgestellten Hausmittel zur Körperpflege sind fest oder in Pulverform, also zumindest nicht flüssig. Somit bekommst du keine Schwierigkeiten mit den Flüssigkeiten, wenn du nur mit Handgepäck verreist. Die flüssigen Sachen (Mandelöl, Apfelessig) sind so ergiebig, dass die zugelassenen 100ml lange reichen.

Meist auch im Reiseland erhältlich

Und wenn die Sachen doch mal aufgebraucht sind, kann man fast alles überall auf der Welt einfach nachkaufen.

Vielseitig

Die meisten dieser Mittel erfüllen nicht nur einen Zweck, sondern mehrere. Ich verwende sie zur Körperpflege, zum Putzen und natürlich bei der Zubereitung von Essen.

Diese Pflegeprodukte habe ich inzwischen durch Lebensmittel ersetzt:

Gesichtsreiniger

Mein Gesicht wasche ich mir meistens mit Haferflocken. Dazu feuchte ich etwa einen Teelöffel Haferflocken in meiner Handfläche an und massiere sie mir ins Gesicht. Danach mit Wasser abspülen.

Hin und wieder reinige ich mein Gesicht auch mit Öl. Dazu verteile ich großzügig Mandelöl im Gesicht, auf der trockenen Haut. Dann halte ich einen Waschlappen unter sehr heißes Wasser und lege ihn mir für ein paar Atemzüge auf das ölige Gesicht. So kann das Öl gut einziehen. Den Rest entferne ich sanft mit mehr heißem Wasser und dem weichen Lappen.

Gesichtswasser

Als Gesichtswasser nutze ich klaren Apfelessig. Den tupfe oder sprühe ich mir nach der Reinigung aufs Gesicht. Der Geruch verfliegt schnell.

Deo

Gegen Schweißgeruch hilft mir Natron. Meine angefeuchteten Finger tippe ich in Natron und verteile es unter meinen Armen.

Lange habe ich Kartoffel- oder Maisstärke, flüssiges Kokosöl und Natron zu gleichen Teilen zu einer Deo-Paste verrührt. Aber Natron pur erfüllt den gleichen Zweck wunderbar.

Shampoo

Meine Haare wasche ich mit Roggenmehl. Das rühre ich mit Wasser an, verteile es im feuchten Haar, lasse es ein paar Minuten einwirken und spüle es wieder aus.

Conditioner

Ich selbst brauche keinen Conditioner, aber wenn meine Kinder gerade mal wieder längere Haare haben, macht mit Wasser verdünnter Apfelessig sie weich und gut kämmbar. Nicht ausspülen, der Geruch verfliegt.

Leave-in Conditioner für Locken

In das feuchte Kinderhaar kommt dann das Wundermittel, das wir liebevoll Schleimi-Schleimi nennen. Wenn man ganze Leinsamen in Wasser aufkocht, bildet sich bald eine schleimige Substanz. Die Leinsamen siebe ich ab, lasse die Schlonze abkühlen und verteile sie in den Kinderlocken. Das ist geruchlos und gibt den Locken wunderbare Form.

Haar-Öl

Zur Fixierung des Consitioners öle ich die Haare meiner Kinder auch manchmal noch mit Mandelöl.

Körper-Öl

Auch ich nutze das Mandelöl, allerdings nicht für die Haare, sondern, wie oben schon erwähnt, zur Gesichtsreinigung und außerdem als Körper-Öl. Ich massiere es mir nach dem Duschen in die abgetrocknete Haut ein.

Zahnpasta

Auch meine Zähne putze ich mir mit Natron. Zahnbürste anfeuchten, etwas Natron drauf und los. Weil mein Zahnfleisch manchmal blutet, füge ich auch eine Prise Kurkuma dazu. Das macht dann alles schön gelb, und hämmt die Entzündungen. Nach dem Ausspülen sind zumindest die Zähne wieder weiß – und bei der Zahnbürste stört mich der Gelbton nicht.

Zahn-Öl

Morgens mache ich manchmal auch Ölziehen. Gleich nach dem Aufstehen nehme ich einen guten Teelöffel Kokosöl in den Mund. Den ziehe ich für mindestens zehn Minuten zwischen den Zähnen hin und her, aber eigentlich lieber länger. Dann spucke ich die Soße in ein Papiertuch, das über den Restmüll entsorgt wird. Auf Reisen nehme ich nicht extra Kokosöl mit, sondern benutze das Mandelöl, das ich sowieso dabei habe.

Hier nochmal die Liste aller “Zutaten”, die für mich zu Hause und auf Reisen all die oben genannten Funktionen erfüllen:

  • Haferflocken
  • Mandelöl
  • Apfelessig
  • Natron
  • Roggenmehl
  • Leinsamen
  • Kurkuma

Tipps zum Umstieg

Ausprobieren!

Es hat seine Zeit gebraucht, bis ich da angekommen war, wo ich jetzt bin. Stück für Stück habe ich ein Produkt nach dem anderen durch ein Lebensmittel ersetzt. Wenn ich dich dazu inspirieren konnte, auch deine Reise-Kosmetik ein bisschen anders zu gestalten, würde ich dir empfehlen: Probiere es noch zu Hause aus. Fang gleich an und versuche herauszufinden, was für dich und deinen Körper am Besten funktioniert.

Sieb

Wenn du dann so Sachen wie Haferflocken und Roggenmehl über den Abfluss entsorgst, dann lege vorher am Besten ein Haarsieb ein, um Verstopfungen vorzubeugen. Alle ein oder zwei Wochen gebe ich außerdem einen Esslöffel Natron in Dusch- und Waschbecken-Abfluss und kippe ein bisschen Essig hinterher. Das schäumt ziemlich. Dann gieße ich sehr viel kochendes Wasser nach und danach ist der Abfluss wieder frei.

Waschlappen

Ein Waschlappen nimmt nicht viel Platz weg im Handgepäck und hilft mir auch an Orten, wo es kein fließend Wasser gibt, mich rundum gründlich waschen zu können.

Klarer Apfelessig

Ich habe lange naturtrüben Apfelessig verwendet, weil je naturnaher und trüber desto besser…! Der Absatz davon verstopft aber die Schläuche in Sprühflaschen. Deshalb bin ich inzwischen beim klaren Apfelessig angekommen.

smarticular.net

Das hier ist keine Kooperation oder bezahlte Werbung. Ich möchte dir nur diese Seite ans Herz legen, weil sie immer meine Quelle Nummer Eins ist für alle Antworten auf Fragen nach umweltfreundlichen Hausmitteln.

Ich gebe zu: Ein paar Drogerie-Produkte sind auch dabei.

Seife

Meine ganze Familie duscht mit festen Seifenstücken. Die sind ergiebig und können gut mitgenommen werden.

Shampoo

Hin und wieder, etwa einmal im Monat, muss auch mal ein Tropfen Shampoo auf die Kinderköpfe. Roggenmehl eignet sich für ihre Haare sowieso nicht, und wenn ich ihre Haare wasche, muss es schnell gehen.

Lotion vs. Kokosöl

Weil Kinder und Mann viel trockenere Haut haben als ich, ist auch immer eine Körperlotion mit dabei, die viel Feuchtigkeit spendet. Wir haben es mit Öl ausprobiert, aber besonders Kokosöl wirkt da eher wasserabweisend, was die Haut noch mehr austrocknet.

Sonnencreme

Ich creme meine Kinder nur am Anfang des Sommers mit Sonnencreme ein, damit sich ihre Haut langsam an die Sonne gewöhnen kann. Oder eben in den ersten Tagen an einem heißen Reiseziel. Dann aber wirklich mit schön chemischer Sonnenmilch, die ich auch für mich verwende. Da hat bisher jede Naturkosmetik versagt.

Habe ich dich inspirieren können? Oder hast du noch andere Tipps? Schreib mir unten in den Kommentaren!

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