Lauras Artikel im Juni:Ein Morgen in Japan

So bereite ich mich auf unsere Reise vor

Heute schläft das Kind wirklich sehr lange. Und später wird es mit meinem Mann einen Tagesausflug machen. Zeit für mich, erste Schritte nach Japan zu unternehmen und in den Weiten des Internets verloren zu gehen.

Ich möchte mir für diese Art der Vorbereitung nicht mehr als einen Tag nehmen. Denn am Wichtigsten ist mir, unvoreingenommen in die Kultur und die Lebensweise vor Ort eintauchen zu können. Dazu sind zwei Schritte sehr hilfreich:

1. Braindump / Brainstorm

So geht’s:

Einmal alle meine Erwartungen und Vorstellungen aufschreiben, und zwar ohne Punkt, Komma und Selbstkritik.

So mach ich’s:

Meine allererste Liste zum Thema „Was erwarte ich von unserer Japan-Reise“ sieht so aus:

  • Großstadt
  • Tokyo
  • Zeit mit Geschwistern
  • japanisches Essen
  • abseits der Touristenströme
  • fahrerlose Bahnen
  • Aussicht auf die Metropole
  • Unternehmungen
  • evtl. Schwierigkeiten Kontakt vor Ort zu knüpfen
  • Zwei Wochen sind nicht genug!
  • Mundschutz
  • kalt
  • Verkehr
  • verrückes Weihnachten
  • Rückzugsort nach Ausflügen (AirBnB / Unterkunft)

Wichtige Tipps:

  • Es gibt kein Richtig oder Falsch.
  • Schnell alles handschriftlich auf Papier fließen lassen.
  • Nicht lange Nachdenken.
  • Diesen Schritt als aller-aller-ersten machen, oder sobald wie möglich.

Was bringt’s?

Diese Liste ist mein Start- und Vergleichspunkt. Ich bekomme die Sachen mal alle aus dem Kopf und werde dafür offener. Ich kann mich dann besser auf die Reisemomente vor Ort einlassen und suche nicht gezielt nach der Erfüllung meiner Erwartungen. Außerdem kann ich später nochmal nachschauen, wie sich meine Erwartungen im Laufe der Zeit geändert haben.

2. Verlorengehen und weit recherchieren

So geht’s:

Ich nehme mir einen oder maximal zwei Tage Zeit für eine erste Recherche über Geschichte, Wirtschaft und Politik meines Reiselandes. Dabei gehe ich über Google und Wikipedia hinaus und suche auch nach Portalen aus dem Land, sofern sie in einer mir verständlichen Sprache vorhanden sind.

So mach ich’s:

Einem groben Überblick bei Wikipedia folgte eine Google-Suche. Ich landete bei einer YouTube-Serie über Japans Kunstgeschichte und bei berührenden japanischen Kinderbüchern bei Brainpickings. Außerdem gibt es eine Arte-Doku. So richtig was aus Japan hab ich bisher noch nicht gefunden – aber auch noch nicht gezielt gesucht.

Wichtige Tipps:

  • zeitlich begrenzen!
  • in alle Richtungen ermitteln und sich von Link zu Link durchklicken
  • Notizen machen oder Lesezeichen ablegen

Was bringt’s?

Da ich so gar nichts von Japan weiß, kann ich eventuell einige Sachen, die mir vor Ort begegnen, besser einordnen. Außerdem gibt es mehr (angenehme und unangenehme) Verbindungen zwischen Deutschland und Japan, als ich gedacht hätte. Das wird auch mein Verhalten vor Ort beeinflussen. Und das Stöbern auf Blogs und Profilen von Japaner*innen gibt mir einen Einblick, der über die Berichterstattung der Standard-Medien hinausgeht.

Diese Vorbereitung macht riesigen Spaß und große Lust auf die Reise. Meine größte Herausforderung ist, sie zeitlich zu begrenzen und es dann irgendwann auch mal gut sein zu lassen. Aber noch hab ich ja ein paar Stunden, in denen ich weiter stöbern werde.

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