Lenas Artikel im Juni: Who is your hero?

Diese Frage bekamen meine Mitstudenten und ich in unserer Vorlesung „Raum und Kommunikation“ im Masterstudiengang Innenarchitektur gestellt. Warum studieren wir das überhaupt? Und so gar im Master? Und WAS ist Innenarchitektur eigentlich genau?

Um das genauer zu definieren haben wir uns zunächst an unseren Heroes orientiert, unsere architektonischen Vorbilder. Und zwar in Szenografie und Bühnenbild und Film, klassischer Architektur und Shopdesign. Da kam dann eine riesige bunte Collage aller gesammelten Beispiele an der Wand im Vorlesungssaal zum Vorschein: Szenen aus „Grand Budapest Hotel“ und „Die fabelhafte Welt der Amelie„, Fotos vom Innenraum der Sagrada Familia und Eindrücke vom letzten Besuch im neuen „Nimm’s lose“-Shop in Rosenheim.

Es ist nicht das erste Mal, das ich mir die Frage nach meinen Heroes of Architecture stelle. Grundsätzlich will ich solchen Fragen auch vor mir selbst Rede und Antwort stehen können. Deshalb war das für mich eine ganz leichte Aufgabe, denn vorbildlich im Bauen sind für mich:

– Skandinavien

– Die Schweiz

– Japan

In ersteren beiden habe ich bereits gelebt, gearbeitet und unglaublich viel gelernt. Jetzt, da ich im zweiten Semester an der Hochschule Rosenheim studiere, ergab sich die Chance, durch unsere Partnerhochschule in Chiba, Japan, endlich auch meinen dritten Hero vor Ort kennen zu lernen. Das stand für mich vom ersten Moment an fest. Ganz leicht ging mir deshalb auch das Motivationsschreiben für meine Bewerbung in Chiba von der Hand. Ich vervollkommne damit meine persönliche HEROTRILOGIE und profitiere dabei von folgenden Vorteilen:

– Vereinfachte Organisation durch das International Office der Hochschule Rosenheim

– Ansprechpartner vor Ort, vorab schon in Emailkontakt durch die Partnerschaft der Hochschulen

– Höhere Chance der Immatrikulation

UND: Keine Studiengebühren!

Der letzte Punkt war hierbei der größte WACKELKANDIDAT für meine erfolgreiche Registrierung an der Chiba University. In Japan leben ist teurer als in Deutschland, vor allem als Student und nach dem Ende eines Schweizer Einkommens. Dementsprechend muss man bei der Bewerbung ein gewisses Vermögen vorweisen können. Grundsätzlich mache ich mir um Geld aber keine Sorgen. Ich habe weder eine elterliche Finanzspritze, die regelmäßig injiziert, noch sonstige Reichtümer auf der Hand. 

Aber ich glaube an die Einstellung einer sehr weisen Frau: THERE IS ALWAYS MORE MONEY!

Und deshalb konzentriere ich mich auf sämtliche Einnahmen, die mir das Universum schenkt. Denn worauf man sich konzentriert, das bekommt Macht. Daher auch der Name meines Spartagebuchs: INCOME INCREASE.

– Die Auszahlung eines Freizügigkeitsbetrags der Renteneinzahlung aus der Schweiz

– BAföG

– Auslandsbafög

– Das PROMOS-Stipendium

– Mein Nebenjob 

– Meine liebe unterstützende Oma

– Ein Finderlohn eines Geldbeutels

– Jeder einzelne Glückscent auf dem Boden

Und dazu kommen angenehme Sparmaßnahmen, die eigentlich gar nicht einengend oder limitierend sind, sondern mit welchen meine VORFREUDE auf Japan wächst:

– Jeden Monat nach Mietüberweisung den übrigen Betrag abrunden und die Differenz auf ein Sparkonto überweisen

– WG-Leben! Dadurch muss ich viel weniger oft Einkaufen gehen

– Eine kostenlose Reitbeteiligung, da ich anstatt zu zahlen bei der Stallarbeit mithelfe

– Radl fahren anstatt Auto oder ÖVs zu zahlen (dafür meine geliebten beiden Fahrräder)

– Und falls doch ÖV: BahnCard im Sonderangebot erworben

– Günstigere Handytarife finden, teure kündigen

Mein REISEFAZIT nach meiner Vorbereitung:

Ich weiß, warum ich es verdiene, nach Japan reisen zu dürfen. Es bereichert mich ungemein in meiner beruflichen Weiterbildung und ohnehin ist das Reisen auch persönlich einer meiner höchsten Werte. Tolle Kombi! Deshalb gibt es keine andere Option.

Ich weiß, dass ich mich selbst um einige Dinge dafür kümmern muss, aber die mach ich wegen oben genannter Motivation gerne und sie gehen mir leicht von der Hand, weil dann das Anpacken Spaß macht. Deshalb gibt es keine andere Option.

Ich weiß, ganzheitlich gesehen passt dieses Projekt perfekt zu mir, weil schon mein Lebensstil in diese Richtung geht. Deshalb gibt es keine andere Option.

Und der nächste Schritt ist schon organisiert: Die VorFreudeBereitung meiner Schwester Laura.

Ich freu mich schon 🙂 

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