Lenas erster Artikel im September (deutsch & English)

Artikel auf deutsch folgt unten!

„I love it anyways!“

That’s what I thought recently when i travelled through Germany by train. It took me 1200 km in total. There are 9370 km between Munich and Tokyo. I was thinking again about how travelling around the world affects climate change and I wondered if, for example an avocado, which travels around the world aswell, is still healthier to eat than a good old german „Kalbsschnitzel“ made by the farmer in the neighbourhood.
I also discussed this with my sister Lisa after getting inspiring new inputs at our sister Laura’s place and her vegan culinary creativity. (See the green spinch pancakes on the picture!) For both of us, travelling is a privilege which we are grateful for, because at least or me it means independence and freedom. I enjoy it a lot and -like I mentioned- love it anyways. What comes to my cooking and eating behavior, I started focusing in the supermarket on regional products, which widens my horizon while preparing them, too. We came to the conclusion that it is always your very own self where you can start in the whole universe to change eating and travelling habits towards a better world. And as long as you reflect on them and do something about it, you are always right.

„Und ich liebe es trotzdem!“

Dieser Satz fiel mir letztens im Zug ein. Ich war lange unterwegs, vom bayerischen Süden in den sauerländischen Ruhrpott nach Dortmund und zurück mit Halt im Odenwald. Ich bin EC, RE, ICE, S-Bahn und BlaBlaCar gefahren und sehr oft umgestiegen. Das sind ca. 1200 Kilometer. Zwischen München und Tokyo liegen 9370 Kilometer. Da kam es mir in den Sinn, wie das Um-die-Welt-Fliegen doch die Umwelt belastet und was wir damit immer so anstellen. Im Zusammenhang damit fragte ich mich auch, ob es manchmal vielleicht sogar umweltfreundlicher und nachhaltiger wäre, ein Kalbsschnitzel vom benachbarten Bauern zu essen als die hippe vegane Avocado, die mindestens genauso viele Kilometer bis zu uns nach Deutschland zurückgelegt hat, wie ich das nach Tokyo tun werde.
Man befindet sich also immer in einem Zwiespalt, denn ungebrochen ist meine Freude auf Japan trotzdem und ich finde auch diese Möglichkeiten, wie wir heute reisen, so großartig, dass ich sie auch nutzen möchte, denn das ist ein Privileg, wofür ich sehr dankbar bin. Und das Gefühl des „Unterwegs seins“ ist auch dann sehr präsent, wenn man nur lautlos mit einem minimalen Ruckeln im anfahrenden Zug sitzt und den Gleisen beim Liegenbleiben zuschaut, an denen man vorbei rollt. Das ist ein sehr schönes Gefühl und bedeutet für mich Freiheit und Unabhängigkeit.
Im Bezug auf weit gereiste Lebensmittel habe ich mir angewöhnt, diejenigen bevorzugt im Einkaufskorb mitzunehmen, die aus Deutschland kommen. Das beschränkt die Auswahl um einiges, beschleunigt so den Einkauf und trägt zu einer kreativen Kochkunst bei, da man sich mit Topinambur, Pastinaken und Co. in der Küche erstmal was einfallen lassen muss! (Dabei können auch mal grüne Spinatpfannkuchen rauskommen!)
Inzwischen sitze ich in münchen am Flughafen, gleich geht das Boarding los und ich denke an mein letztes Skype-Date mit meiner Schwester Lisa. Die wurde während ihres Aufenthalts bei unserer großen Schwester Laura in erwähntem Ruhrpott von derer veganen Küchenkreativität genauso inspiriert wie ich und wir haben über das Reisen von Personen wie von Lebensmitteln ausführlich diskutiert! Dabei sind wir zu dem Schluss gekommen, dass man sich letztendlich immer im Zwiespalt befindet zwischen vegan und regional, Zugfahren und Flugzeug fliegen, Deutschland besser kennen lernen und den eigenen Horizont weltweit erweitern. Doch wie auch immer man sich entscheidet, solange man seine Verhaltensweisen und Essgewohnheiten reflektiert, hinterfragt und gegebenenfalls zum Nachhaltigen und Umweltfreundlichen verbessert, macht man alles richtig.

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