Lukas‘ Artikel im November: Yuto Horigome

—see english below—

 

Unsere Reise nach Japan rückt näher und näher. Mir fällt auf, dass vieles in meiner Umgebung und meinem Dunstkreis immer mehr japanische Anteile hat. Im Zeitalter des Internets wird man, vor allem als Mitglied von sozialen Netzwerken, permanent mit Werbung und Inhalten konfrontiert, die teilweise erschreckend genau auf die eigenen Interessen abgestimmt sind.

Wenn man sich, wie ich es tue, für Skateboarding interessiert kommt man mittlerweile nicht mehr an Yuto Horigome vorbei. Seit ein paar Jahren nimmt er jetzt schon an den relevantesten und öffentlichkeitswirksamsten Wettbewerben teil und vergrößert damit die Szene in Japan. Mitte dieses Jahres gewann er dann die prestigeträchtigen SLS Pro Open in London und dominiert seitdem die Schlagzeilen. Dazu kommt, dass immer mehr japanische Athleten bei SLS oder den X-Games an den Start gehen. Horigome selbst wird gesponsert von einigen der größten Firmen im Skateboard-Universum. Was ihn und einige seiner japanischen Mitstreiter auszeichnet sind technisch nahezu perfekt ausgeführte Tricks, die vor einiger Zeit noch Wunschträume waren. Während viele der bisher bekannten Größen in ihrem Sport sich durch einen eigenen Stil auszeichnen, der gerne auch eine gewisse Unsauberkeit zulässt, sticht bei Yuto Horigome eine vorher nie da gewesene Präzision hervor. Obwohl das offensichtliche technische Talent und die Akribie, mit der er sich vorbereitet, bestimmt einige Stereotypen bedienen und Yutos zurückhaltende, bescheidene Art von Kommentatoren, Schiedsrichtern und Journalisten permanent als „typisch japanisch“ bezeichnet werden, bereichern aufsteigende lokale Skateboarder aus Japan die Szene nachhaltig und sind heutzutage nicht mehr wegzudenken. Zudem werden in Tokio und anderswo in Japan immer mehr Videos gedreht und es entstehen ikonische Aufnahmen der Architektur und der Kultur dort.

Meiner Meinung nach kann das wirklich dazu beitragen, in anderen Ländern, in denen Skateboarding bereits eine gewisse Stellung genießt, Augen zu öffnen, den Horizont zu erweitern und sich weniger an Nationalitäten oder Kulturkreisen zu orientieren als vielmehr an den Gemeinsamkeiten.

 

Our departure to Japan is coming closer and closer. What I am noticing is, that a lot of things in my environment has some Japanese aspect to it. In the internet age we’re living in, especially when you’re part of social networks, you’re constantly confronted with ads and content, that in part is shockingly close to what you would consume anyway.

If you’re interested in skateboarding, like I am, there’s no way you have not heard about Yuto Horigome. In recent years he’s participated in the most relevant and publicly celebrated contests and strengthened the scene in Japan. Just this year he finished 1st in the famous SLS Pro Open in London and he’s been dominating the headlines ever since. Probably influenced by that, there are more and more athletes from Japan are starting at SLS or the X-Games. Horigome himself is sponsored by some of the biggest hits in the skateboarding universe. What puts him and some of his Japanese colleagues on a new level are technical tricks, done almost perfectly that were only dreams a few years back. While many of the already established athletes have their unique style, which sometimes excuses a certain degree of sloppiness, Yuto has precision that no one has ever seen before. Although his obvious talent in regards of technicality and the persistence he has during preparations have played into stereotypes and Yuto’s introvert, humble personality have been declared “classic Japanese” by referees, commentators and journalists alike, aspiring local skateboarders certainly enrich the scene permanently. What also earns its place are skate videos produced in Tokyo and elsewhere in Japan. They contain iconic architecture and culture which then is seen by millions around the world.

In my opinion, that is playing a part in opening eyes and broadening horizons in countries where skateboarding is already established in a larger sense. With skateboarding there’s a way for people to focus on similarities instead of nationalities and borders.

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