Lukas’ erster Artikel im August: Satoyama

— see english below —

Nachdem ich mich für meinen letzten Artikel mit Japans Kunst im Allgemeinen und mit Studio Ghibli im Besonderen auseinandergesetzt hatte, habe ich mich für diesen dazu entschieden, mich weiter mit Japans Kultur und Lebensweise zu beschäftigen. Mir ist durchaus bewusst, dass beides in Dokumentationen und Berichten immer subjektiv dargestellt wird und man sein eigenes Bild vor Ort machen sollte. Ich habe mir trotzdem eine Dokumentation angesehen und beschloss, diese Tatsache im Hinterkopf zu behalten.

Der Film – nebenbei bemerkt exzellent umgesetzt, bemerkenswert bildgewaltig und eingesprochen von Sir David Attenborough – behandelte die Lebensweise japanischer Reisbauern und ihre Art mit Ackerland und den Jahreszeiten umzugehen. Der Weg, den die Landwirte einschlugen, beziehungsweise die Gebiete, in denen diese Lebensart gelebt wird, werden im Japanischen Satoyama genannt. Das Wort beschreibt die Übergangszonen zwischen natürlichen Hügeln und Siedlungen und Dörfern. Bereits vor hunderten von Jahren begann diese nachhaltige und bewusste Form der Landwirtschaft damit, sich zu entwickeln und durchzusetzen. Die Bevölkerung ging dabei so im Einklang mit ihrer Umwelt und der Natur vor, dass Fische ihre Zyklen den Flutungszeiten der Reisfelder anpassen und die lokale Flora ihre Vielfalt trotz menschlicher Eingriffe bewahrt hat. Die Methode beschränkt sich auf kleine Bereiche. Selbst die, die einem einzigen Bauern gehören, beinhalten neben Feldern auch Quellen, Bäche, Wiesen, Wälder und Gebiete, die der Natur überlassen werden.

Eines der – zugegebenermaßen mit  Klischees durchsetzten – Bilder die ich in meinem Kopf von Japan und seiner Bevölkerung hatte und habe, war das einer umsichtigen Nation, die sich seines Einflusses und seiner Eingriffe in diverse Biosysteme durchaus bewusst ist. Die Dokumentation über Satoyama hat diese Vorstellung untermauert. Ich bin gespannt,  ob es der Realität entspricht.

For my last article I dug into Japanese art in general and into Studio Ghibli specifically, so for this one I decided to look into Japan’s culture and way of living. I know that both of those things is mostly dealt with subjectively in documentaries and reports and that one should make up his own mind by visiting the place one wants to learn about. Despite that, I decided to watch a documentary and to keep that in mind.

The movie – which is by the way produced excellently, had stunning images and is narrated by Sir David Attenborough – showed the way of living of Japanese rice farmers and how they deal with their land and the seasons. The way the farmers decided to go or rather the areas in which it is practised is called Satoyama in Japanese. The term describes border zones between hills and settlements in rural areas in Japan. Ages ago, this sustainable and responsible way of agriculture began to form. The people were so careful with their environment and nature, that fish adapted their cycles of life according to the flooding of rice paddies and local flora kept their variety despite human interference. The Satoyama method is confined to small scale farming and the areas belonging to farmers contain not only farmland but also natural springs, rivulets, meadows, forests and areas designated to mitigation.

One of the images that I had in my head about Japan for a long time – although admittedly there were large amounts of stereotypes woven into it – was one of a farsighted nation, well aware of its effect on various ecosystems. That documentary about Satoyama supported this image and I’m excited to see it tested.

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