Lukas‘ erster Artikel im Oktober: Lindy Hop

—see english below—

 

Der Tanzstil Lindy Hop kam wohl um die 1930er Jahre in den USA auf. Seit ungefähr 20 Jahren erlebt er eine Art Renaissance. Die Popularität des Electro Swing und Filmen wie die Adaption des Buchklassikers The Great Gatsby machten Lindy Hop in weiten Teilen wieder salonfähig. Ich persönlich wurde von meiner Schwester darauf aufmerksam gemacht. Im Rahmen des Hochschulsports an meiner Uni hatte ich schon an den ein oder anderen Tanzkursen teilgenommen, allerdings ausschließlich auf Standard- und Lateintänze beschränkt. Lena hat dann irgendwann mit Lindy Hop angefangen und von diesem Zeitpunkt an waren unsere Skype-Telefonate geprägt von „Es macht so viel Spaß!“, „Du musst das auch machen!“, „Des wär übel was für dich!“. Als ich dann also zum dritten Mal Discofox, Jive, Tango und die wunderbare Rumba getanzt hatte, tauchte der Lindy Hop Kurs auf meinem Radar auf und ich hab sofort mitgemacht. Und jetzt kommt’s! Lena hatte Recht! Dieser Tanz, die Musik und die Art wie er Leute zusammenbringt ist unnachahmlich. Nach eineinhalb Jahren Standardtanz und seinen Regeln, wie der Körperhaltung zum Beispiel, war Lindy Hop wie Urlaub. Unglaublich entspannend, trotzdem fordernd und wahnsinnig unterhaltsam. Das Ganze hat bis jetzt wahrscheinlich wenig mit Japan und unserer Reise per se zu tun, aber als Lena und ich kürzlich wieder einmal skypten, fiel der Fokus natürlich wieder auf Lindy Hop. Und natürlich hat Lena schon Tänzer und Locations gefunden. Da schließt sich nämlich der Kreis: Während man vermutlich mit allen Tanzstilen Menschen kennen lernen und vielleicht sogar mit ihnen kommunizieren kann, ist die Herangehensweise an Lindy Hop eine so grundlegend andere, dass damit sicherlich Grenzen überwunden werden können. Man hat nie einen festen Tanzpartner, Geschlechterrollen werden vollständig über Bord geworfen und niemand, der gerade bounct, kann schlechte Laune oder Vorurteile gegenüber seines Partners haben.

 

Approximately around the 1930’s, Lindy Hop as a dance began rising in the USA. For about 20 years now, it is in a sort of Renaissance. The popularity of electro swing and movies like the adaptation of Fitzgerald’s The Great Gatsby brought Lindy Hop back. For me personally, my sister did the job. Through the sports program of my university, I participated in a few dancing lessons. Those were limited to standard and Latin dances only, though. Lena started dancing Lindy Hop at some point and from that moment on, our Skype conversations were dominated by phrases like “It is so much fun!”, “You have to start as well!”, “You would enjoy that so much!”. So after dancing Discofoxes, Jives, Tangos and the magnificent Rumba, Lindy Hop made its way onto my radar and I immediately joined. And now listen here! Lena was absolutely right! This dance, the music and its way of connecting people is unique. After one and a half years of standard dancing and its rules regarding your posture for example, Lindy Hop was like a great holiday. Incredibly laid-back, although challenging and so entertaining. As of now, this whole article didn’t have too much to do with Japan or our journey, but lately, when Lena and I were skyping, of course the topic switched to Lindy Hop. And of course Lena has found Lindy dancers and locations already. And this is where it all makes sense. While you can connect and probably communicate with people through all kinds of dancing, the approach to Lindy Hop differs so much from anything else, that I think it really is a tool to overcome borders. You never have only the one partner, gender roles are out of the window and no one, who is bouncing to swing, can hold a grudge or stereotypes concerning their partner.

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