Lukas‘ zweiter Artikel im Juli: Tempus fugit

—see english below—

Um ein Zitat aus einer Zeit zu bemühen, in der Burnout noch nicht einmal ein Fremdwort war: „Tempus fugit“. Diese leider inzwischen hohlgedroschene Phrase aus dem alten Rom mit der Übersetzung „Die Zeit flieht“ ist heutzutage wohl den meisten Menschen aus Kalendersprüchen und/oder mäßig gestochenen Tattoos in Times New Roman auf durchtrainierten Brustmuskeln bekannt und so alt wie die Zeit selbst. Meiner Meinung nach hat sie aber einen Haken. Die Zeit flieht nicht. Sie drängelt sich nicht vor wie Kinder in der Warteschlange der Achterbahn und sie räuspert sich nicht einmal aufdringlich, wenn sie es eilig hat, aber der Herr vor ihr beim Bäcker sich an der Kasse verzählt. Nein, sie hat es noch nicht einmal eilig. Sie bewegt sich schon seit Äonen im immer gleichen Tempo.  Der einzige, der damit ein Problem hat und sich darüber beschwert ist der Mensch.

Die Zeit eines Jeden auf diesem Planeten ist begrenzt. Das heißt aber nicht, dass man zu wenig davon hat. Und wenn es sich trotzdem so anfühlt, dann weil man sie nicht nutzt. Ich habe wieder einmal durch meine Schwestern und dieses Projekt gelernt, meine Zeit zu nutzen, sie einzuteilen und mir eigen zu machen. Ich habe ein Studium, eine WG, einen oder teilweise mehrere Jobs und ein Sozialleben unter einen Hut zu bringen. Das ist wahrscheinlich nichts Besonderes, anstrengend kann es aber dennoch sein. Dazu kommt, dass ich jetzt noch einen Urlaub zu planen habe. Aber: die Zeit rennt mir nicht davon, sie flieht nicht. Sie ist einfach da und ich kann mit ihr machen was ich will. Um zu wissen, was ich machen will, habe ich wieder den einfachsten aller Tipps bekommen: Schreib es dir auf. Und das mache ich jetzt. Auf dem Handy zwar, aber da ist alles festgehalten. Von Klausuren über Baustellen bis hin zu Blogartikeln. Und das hilft. Ich habe eine Übersicht darüber, was ich schaffen möchte und allein damit ist die Hälfte getan. Dir kann ich nur das Gleiche ans Herz legen.

To quote a saying from a time in which the term burnout syndrome wasn’t even thought about yet: „Tempus fugit“. This horrificly overused phrase from ancient Rome – roughly translated to „time is escaping“ – is nowadays known to most people from cheesy inspirational quotes in calendars and/or sloppily made tattoos in Times New Roman on some buff guy’s pecs and is as old as time itself. In my opinion however, it does have a flaw. Time isn’t escaping. It doesn’t cut the queue like children do while waiting to get on a rollercoaster. It doesn’t obnoxiously clear its throat when it’s in a hurry, but the elderly gentleman in front of it in the bakery somehow lost track of his change. It hasn’t ever been in a hurry. It’s just moving along like it has for eons, never picking up the pace. The only ones having a problem with that and complaining about it are people.

Everyone’s time on this planet is limited. That just doesn’t mean you don’t have enough of it. If it does feel like that anyway, then it’s probably because you don’t use it right. I have learned – once again through my sisters – with our project to use my time, to make use of it and to make it mine. What I have to fit in my life is an education, my flat, one or sometimes more than one job and a social life. Although that isn’t anything special, it can be exhausting. On top of that I now have to organise a trip to Japan with my sisters. Time, however, doesn’t escape, it doesn’t try to outrun me. It’s just there with me, and I can choose what to make of it. The most simple trick and the one that everyone gives is: write it down. Which is exactly what I’m doing from now on. I keep track of all of my appointments and things to do and it’s helping a lot. Now I can grasp what I want to accomplish and get done and that makes up half of the work. All I can do is give the same advice to you.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.