routinen auf reisen

4 Gründe für Routinen auf Reisen (plus Habit Tracker zum Ausdrucken)

Eine Reise ist meistens ein Ausbruch aus dem Alltag. Endlich weg von Arbeit und Uni. Endlich Abstand von Eltern und Freunden. Endlich raus aus der bekannten Umgebung. Es kann aber trotzdem von Vorteil sein, Routinen auf Reisen aufrecht zu erhalten.

Was sind überhaupt Routinen und wozu sind sie gut?

Wie beginnst du deinen Morgen? Mit Snooze, Smartphone scrollen und dann loshetzen? Oder mit den immer gleichen Schritten, die sitzen und die dich Stück für Stück durch einen achtsamen, produktiven Morgen begleiten?

Routinen sind immer gleich und wir müssen nicht mehr drüber nachdenken. Deshalb fallen sie uns irgendwann leicht.

  • Wer es sich zur Gewohnheit macht, sich abends schon die Laufschuhe bereit zu stellen, braucht sich am Morgen keine Ausrede mehr einfallen lassen.
  • Wer jeden Tag in der Mittagspause eine Bewerbung abschickt, bekommt irgendwann den Traumjob.
  • Wer jeden Abend drei Seiten schreibt, hat auf Dauer einen Roman zusammen.

Kleine, routinierte Schritte bringen uns einfacher ans Ziel als von null auf hundert einen Marathon zu laufen, 50 Bewerbungen auf einmal verfassen zu wollen oder den Roman an zwei Tagen zu schreiben.

Dieser Artikel kommt nur zustande, weil ich nach der Babypause meine Routine des Schreibens wieder einführe. Nach dem Frühstück Laptop an, Dokument öffnen und losschreiben. Wenn ich dir wieder hilfreiche Inhalte bieten will, funktioniert das am Besten Wort für Wort, Artikel für Artikel, und nicht alles auf einmal.

Meine Routine(n)

1. Früh aufstehen

Vor der Geburt meines zweiten Kindes begann mein Tag immer um 5 Uhr morgens. Und zwar freiwillig. In dieser Zeit, bevor das erste Kind wach wurde, nutzte ich die Zeit, um Internetkram zu erledigen oder für den Tag vorzukochen. Wenn sich alles mal eingependelt hat, freue ich mich schon wieder auf diese frühen Morgenstunden für mich allein.

2. Meditieren

Meditation ist mir wichtig und tut mir gut. Aber sie kostet mich auch immer Überwindung. Deswegen ist sie das erste, was ich nach dem Aufstehen tue, ohne groß darüber nachzudenken.

3. Instagram

Ohne Smartphone geht mir Instagram nicht so leicht von der Hand. Trotzdem ist mir mein Profil ein Anliegen. Da es nur Sinn macht, wenn ich es regelmäßig fülle und ich mir nie sicher sein kann, ob meine Kinder mich im Laufe des Tages nochmal ins Internet lassen, habe ich Instagram kurzerhand in meine Routine eingebaut.

4. 11 Dinge

Wenn ich mich abends ins Bett lege, zähle ich routiniert und automatisch elf Dinge auf, für die ich dankbar bin und die mich an diesem Tag erfüllt haben. Das geht inzwischen sehr schnell und lässt mich den Tag ohne großen Aufwand mit einem positiven Gefühl abschließen.

5. Wochen- und Monatsplanung

Jeden Sonntag lasse ich die Woche Revue passieren und mache mir einen Plan für die nächste Woche. Am Monatsende mache ich das Gleiche für den Monat. So verliere ich meine großen Ziele nicht aus den Augen und schwebe nicht planlos und unproduktiv durch die Tage.

Hier kommen nun die Gründe, warum ich meine Routinen auf Reisen ebenso aufrecht erhalte wie zu Hause.

1. Jetlag überwinden und schneller ankommen

Im Dezember fliegen wir mit der gesamten Familie nach Japan. Der Zeitunterschied ist immens und wir sind sehr gespannt, wie wir und unsere Kinder das verkraften. Routinen können helfen, den Jetlag schneller zu überwinden. Dein Körper und dein Unterbewusstsein werden sich daran erinnern, dass nach der schnellen Dusche der Tag losgeht oder dass es nach der entspannten Tasse Tee Zeit ist, zu schlafen. Solche schon zu Hause gepflegten Gewohnheiten sind wie eindeutige Hinweise an dich selbst, welche Tageszeit gerade ist und was ansteht.

2. Gesund bleiben

Ich halte meine pflanzliche Ernährungsweise so gut wie möglich aufrecht, auch auf Reisen. Mein Körper ist daran gewöhnt und funktioniert bestens. (Und nicht nur meiner, sondern auch der unserer Tochter, die ich stille.) Eigentlich bin ich immer dafür, sich voll und ganz gerade in die kulinarischen Eigenheiten eines Landes zu stürzen. Aber ich bin auch ein bisschen vorsichtig geworden. Auch wenn ich vorhabe, einen Kochkurs in Japan zu machen, werde ich darauf achten, dass das, was ich dort esse, mich nicht völlig aus der Bahn werfen kann.

Außerdem kann man auch auf Reisen regelmäßig Yoga machen oder laufen gehen oder Krafttraining machen, oder was man sonst so tut, um sich in seinem Körper wohlzufühlen.

3. Entspannt bleiben

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Unser Unterbewusstsein fühlt sich wohl und sicher, wenn alles immer gleich ist und nichts Unerwartetes geschieht. Deshalb bedeutet eine Reise immer Stress. Es ist die beste Möglichkeit, sich Ungewohntem auszusetzen, den Horizont zu erweitern und seine Grenzen auszutesten. Aber oft bräuchte man hinterher eigentlich nochmal „Urlaub vom Urlaub“, weil es bei allen wunderbaren Eindrücken und Erlebnissen auch sehr anstrengend sein kann.

Wenn du deine Routinen so weit wie möglich auch unterwegs aufrecht erhalten kannst, gibst du dir selbst ein Gefühl von Sicherheit und dein Körper ist nicht ständig in Alarmbereitschaft angesichts des neuen Umfelds. So bleibst du auf Reisen entspannter und kommst auch wirklich erholt wieder nach Hause.

4. Produktiv bleiben

Was wartet zu Hause auf dich?

  • 392 unbeantwortete Emails?
  • Mehrere Gigabite unsortierte Fotos?
  • Eine Tonne Wäsche?
  • Ein Reisetagebuch voller leerer Seiten?
  • Ein Reiseblog ohne Einträge?

Gewöhne dir von Beginn der Reise an, solche kleinen Dinge, die täglich anfallen, auch sofort zu erledigen. Dann hast du hinterher keine unüberwindbaren Berge auf deiner To-Do-Liste.

Inspiration für deine Routine auf Reisen

Ausreichend Schlaf

Gerade auf Reisen hast du soviel zu verarbeiten. Ausreichend Schlaf hilft dir dabei. Signalisiere deinem Körper, dass er zum Beispiel mit dem Eintrag ins Reisetagebuch, einer kurzen Entspannungsübung, der Nachricht in die WhatsApp-Gruppe oder auch dem letzten Glas Tee runterfährt.

Viel Wasser trinken

Am Besten gleich morgens nach dem Aufstehen mit einem großen Glas beginnen und unterwegs immer eine Flasche mitnehmen.

routinen auf reisenReisetagebuch oder Reiseblog führen

Mach es dir einfach zur Gewohnheit, dann gibt es weniger nachzuholen und die Eindrücke sind noch frisch. Das gilt auch für Instagram. Unterstützer*innen unseres #JapanPlans lesen bei meiner Schwester über eine kostenlose App mit, die sie regelmäßig und gewissenhaft füllt.

 

Zu Hause beginnen

Es dauert mindestens 21 Tage, um sich eine Gewohnheit so anzueignen, dass sie zur Routine wird und man nicht mehr drüber nachdenken muss. Beginne also noch zu Hause, dir die Dinge anzugewöhnen oder aufzufrischen, von denen du denkst, dass sie dir auch auf Reisen gut tun werden.

Visualisieren

Die Motivation, Gewohnheiten durchzuziehen, ist höher, wenn man was zum Abhaken hat und seinen Fortschritt tatsächlich sehen kann. Deshalb gibt es bei den Ressourcen einen kostenlosen Habit Tracker für dich zum Ausdrucken. Nimm ihn mit auf deine nächste Reise und halte damit deine Routinen auf Reisen aufrecht.

 

 

 

 


Was sind deine Gewohnheiten, und wie hältst du sie selbst auf Reisen aufrecht? Oder machst du auf Reisen auch Urlaub von deiner Routine? Sag Bescheid, unten in den Kommentaren.

 

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