Wenn du im Ausland krank wirst

sick abroad

Erfahrungen aus Kenia

Auf Reisen krank werden nervt. Eigentlich willst du deine Reise genießen und musst auf der Höhe sein.

Ich war mehrere Male krank in Kenia und habe eine gewisse Einstellung entwickelt, die es einfacher macht, dass ich schnell wieder gesund werde.

Ich folge der Regel: Je früher, desto besser. Wenn ich mich fiebrig fühle, oder schwach, mir schwindelig ist oder ich Bauchschmerzen habe, gehe ich zum Arzt oder zur Apotheke. Es muss nicht immer ein Krankenhaus sein. Gerade in Kenia muss man im öffentlichen Krankenhaus manchmal lange warten. Eine Apotheke oder eine private Klinik tut es auch. Die machen einen Test und verschreiben dir dann das entsprechende Medikament.

Wenn es mir nicht gut geht, liegt das meistens an Malaria oder Bauchbeschwerden.

Malaria

Die Symptome bei mir fangen immer mit Gelenkschmerzen in den Fingern an. Dann verbreiten sie sich über den ganzen Körper. Ich fühle mich schlapp, generell unwohl und mir ist einfach schwummrig. Es passiert häufig, wenn ich gerade vom Land zurückkomme, wo Malaria häufiger vorkommt als in der Hauptstadt Nairobi.

Ich gehe dann zum Arzt. Der piekst mich in den Finger und testet mein Blut. Dann bekomme ich sechs mal vier gelbe Tabletten, die ich in den kommenden drei Tagen nehme – und fertig.

Malaria sollte jedoch ernst genommen werden. Selbst wenn du prophylaktische Mittel nimmst und dich mit Insektenspray einsprühst – geh zum Arzt, wenn dir auch nur ein bisschen übel ist.

Wir haben einmal meine ganze Familie zum Arzt geschleppt, einfach um sicher zu sein. Niemand hatte Malaria, und es war eine Erleichterung, Gewissheit zu haben.

Auf der anderen Seite ist Malaria für uns privilegierte Touristen auch nicht das Ende der Welt und leicht zu behandeln. Auch in ländlichen kenianischen Gegenden gibt es Einrichtungen des Gesundheitswesens. Nimm sie unbedingt in Anspruch!

Bauchschmerzen

Wir Reisende wissen oft nicht, wie man sich richtig die Hände wäscht, bestimmtes Essen säubert oder einen bestimmten hygienischen Standard unter neuen Umständen aufrechterhält. Deshalb bekommen wir oft Probleme mit der Verdauung. Manche lassen sich mit Durchfall-Medikamenten beheben. Ich habe normalerweise immer welche zur Hand. Wenn das Bauchweh aber länger als einen Tag anhält, gehe ich zum Arzt.

Der fragt dann meistens nach einer Stuhlprobe. Nicht jedermanns Sache, aber wichtig für eine ordentliche Diagnose. Bisher hatte ich bakterielle Magen-Infekte oder Amöben. Es gab immer Medikamente dagegen. Ich frage dann auch immer, was ich essen und trinken darf und was nicht.

Medikamente

Manchmal lässt sich über den Preis für die Medikamente verhandeln. Das hängt aber vom Ort und der Art der Medikamente ab. Manche Marken sind günstiger, andere teurer. Wir hatten mal einen Fall einer Infektion im Mund. Das benötigte Mundwasser gab es wesentlich günstiger im Supermarkt als beim Apotheker.

Schmerzmittel

Normalerweise gibt mir der Arzt oder Apotheker immer Schmerztabletten mit. (Denke daran, dass du vor allem bei Magen-Darm-Problemen nicht alle Schmerzmittel vertragen wirst.) Wir hatten oft noch einen Vorrat von letztem Mal und ich habe dem Arzt gesagt, dass ich keine brauchte.

Natürliche Linderung

Meine Schwiegermutter hatte früher einen Topf mit hausgemachter Medizin, die einfach alles heilte. Sie half mir, meinen Durchfall loszuwerden, mit zwei Tassen eines sehr bitteren Kräutertees. Wenn du solchen Sachen offen gegenüberstehst, so wie ich, können sie durchaus helfen. Es handelt sich um altes Wissen, das seit Generationen wirkt.

Dosierung

Frage nach, wie viele Tabletten du zu welcher Tageszeit nehmen musst. Ich verwechsle die Zahlen und Mengen ständig, die die Apotheker auf die kleinen Tütchen schreiben, um die Dosierung anzuzeigen.

Kurzum: Versuche, nicht auszuflippen.

Ich hinterfrage meinen deutschen Arzt nicht besonders oft, warum sollte ich es dann in Kenia tun? Er weiß, was er tut. Er hat diese Dinge studiert und ich bin nicht seine erste Patientin.

Wenn ich beim Arzt bin, rede ich viel, um sicherzugehen, dass er alle Infos und ich alle Handlungsanweisungen bekomme.

Geh frühzeitig zum Arzt oder Apotheker. Kommuniziere viel und höflich. Und gute Besserung!

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